Paid Content :
Frisches Geld für Online-Kiosk Blendle

Die japanische Mediengruppe Nikkei (Financial Times) und der Imnvestmentfond Inkef Capital steigen als Investoren bei dem Paid Content-Startup ein.

Text: Judith Pfannenmüller

Die Blendle-Gründer Alexander Klöpping (re.) und Marten Blankesteijn (li.)
Die Blendle-Gründer Alexander Klöpping (re.) und Marten Blankesteijn (li.)

Die Blendle-Gründer Marten Blankesteijn und Alexander Klöpping dürfen sich über frisches Geld freuen. Die japanische Mediengruppe Nikkei (Financial Times) und der Investmentfond Inkef Capital steigen als Investoren bei dem Paid Content-Startup ein, das 2014 in den Niederlanden gegründet wurde in Deutschland seit etwa eineinhalb Jahren auf dem Markt ist. Wieviel die Geldgeber investieren ist nicht bekannt. Kurz vor dem Deutschland-Start hatten auch die Medienkonzerne Axel Springer und New York Times insgesamt drei Millionen Euro in das Online-Kiosk investiert. 

Blendle hat eine smarte Bezahllösung entwickelt, mit der man über die Plattform einzelne journalistische Texte einkaufen kann. Die Preise werden von den Verlagen festgelegt. Im Februar 2017 haben die Gründer - zunächst in den Niederlanden - einen "Premium-Service" eingeführt, hinter dem sich eine Art Flatrate verbirgt: Für 9,99 Euro im Monat können Blendle-Nutzer auf eine personalisierte Auswahl von täglich 20 Texten aus 120 Publikationen zugreifen.

In den Niederlanden hat Blendle inzwischen eine Millionen Nutzer, davon sind mehr als die Hälfte unter 35 Jahre alt. Auch in Deutschland wächst das Portal zweistellig, legt aber keine genauen Userzahlen offen. Für die meisten deutschen Verlage trägt Blendle bislang noch wenig zu den Gesamterlösen bei.