DuMont :
Hamburger Mopo: Nach Sparprogramm aufgehübscht

Nach Umstrukturierung und Stellenabbau kommt die Mopo mit neuem Konzept an die Kioske.

Text: Judith Pfannenmüller

Von 13. November an erscheint er Boulevardtitel Hamburger Morgenpost mit verändertem Konzept und modernisiertem Layout. Die neue Struktur und Optik soll mehr Orientierung, Einordnung und Hintergründiges bieten. In den Ressorts Politik, Sport und Lokales soll es täglich Kommentare geben.

Neu ist die Doppelseite "Standpunkt",  die täglich auf Seite 2/3  ein meinungsstarkes Lesestück zu Aufreger-Themen wie Wohnraum-Verdichtung oder Billig-Suff-Touristen präsentiert, das auch von Gastautoren und Experten bestückt werden kann. Der "Standpunkt" kann als Leitartikel geschrieben werden, aber ein Analyse-Stück sein, eine Polemik oder Glosse. „Wir wollen Debatten anstoßen“, sagt Chefredakteur Frank Niggemeier, die Rubrik solle sich zu einer Plattform entwickeln, die Themen und Thesen zur Diskussion stellt, die den Hamburgern wichtig sind.

Standpunkt: Neue Doppelseite mit Themen, die die Stadt bewegen

Standpunkt: Neue Doppelseite mit Themen, die die Stadt bewegen

Auch das Layout des traditionsreichen Boulevartitels wurde überarbeitet, es soll magaziniger daherkommen, ruhiger, optisch klarer, weniger trashig.

Die Mopo, die seit 2009 zum Zeitungskonzern DuMont gehört, hat harte Sparrunden hinter sich. Zuletzt wurde die Lokalredaktion im Sommer noch einmal stark ausgedünnt. Der Politikteil wird ab Januar 2018 von den DuMont-Titeln in Berlin zugeliefert. 

Die verkaufte Auflage schmolz in den vergangenen zwei Jahren zweistellig und liegt bei 68 852 Exemplaren.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.