Branchennews in Kürze :
Herrmanns Mediennotizen

Sky, Europsort und Dazn übertragen Bundesliga in Österreich und der Schweiz, VDZ-Chef Scherzers Tipps gegen Lügenpresse-Vorwürfe, Chris Höfner wird stellvertretende Geschäftsführerin bei Tempus Corporate, DAB+ setzt sich durch, "TV Spielfilm" verbessert Streaming-Service, ZMG verbindet Kaufkraft mit Zeitungsnutzung, Vox hat Promis für Altersexperiment beisammen, Hitradio RT1 startet weitere Web-Kanäle.

Text: Susanne Herrmann

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"The Story of my Life" findet bei Vox quasi im Zeitraffer statt: Hier werden zum Beispiel Boris und Lilly Becker vor der Kamera gemeinsam alt.
"The Story of my Life" findet bei Vox quasi im Zeitraffer statt: Hier werden zum Beispiel Boris und Lilly Becker vor der Kamera gemeinsam alt.

DFL. Vergibt die Bundesliga-Medienrechte für vier Spielzeiten ab 2017/18 für Österreich und die Schweiz an Sky, Eurosport und Dazn. Wie in Deutschland wird der Hauptmedienpartner Sky einen Großteil der Liveübertragungen der Bundesliga und 2. Bundesliga inklusive umfassender Nachberichterstattung übernehmen. Eurosport überträgt auf seinen Pay-Plattformen live das Freitagsspiel der Bundesliga, die Sonntags- und Montagsspiele, vier Relegationsspiele und den Supercup. Für die Highlight-Clips zum Abruf (u.a. Web und Mobile) erhielt wie in Deutschland erstmals die Perform Group den Zuschlag, die Clips auf ihrem Livesport-Streamingdienst Dazn zur Verfügung stellen wird. "Eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit den inländischen Medienpartnern auf Österreich und Schweiz ist sinnvoll", sagte der Geschäftsführer der DFL Sports Enterprises, Jörg Daubitzer. "Wir decken damit zwei weitere wichtige Märkte in Europa mit insgesamt rund 14 Millionen deutschsprachigen Einwohnern ab." Unternehmensangaben

VDZ-Chef Stephan Scherzer. Ist der Ansicht, Medien müssten sich mehr um den Leser bemühen. "Der Kampf um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Menschen wird in Zukunft noch härter", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger der Deutschen Presse-Agentur. Als Strategie gegen den "Lügenpresse"-Vorwurf empfiehlt er Transparenz: "Die Redaktionen und Verlage müssen ihre Arbeit und Leistung noch besser erklären." Positive Beispiele dafür lassen sich nach seiner Erfahrung bereits finden: "Es gibt Redaktionen, die haben Werkstattseiten, die erläutern, wie aufwendig an einem Thema recherchiert wurde, mit wie viel Leuten daran gearbeitet, mit wie vielen Zeugen geredet werden musste, bevor die Story stand", sagte Scherzer. Die Verlage haben nach Scherzers Beobachtung bereits auf Kritik reagiert. dpa

Chris Höfner. Wird zum 1. Januar stellvertretende Geschäftsführerin von Tempus Corporate. Sie war bisher Leiterin Digitale Medien und Standortleiterin Hamburg und  bis 2015 Redaktionsleiterin Digitale Medien bei Gruner + Jahr Corporate Editors. Die studierte Kommunikations- und Kulturwissenschaftlerin schrieb zudem für verschiedene Tageszeitungen und war bei Stern.de als redaktionelle Projektleiterin und Redakteurin tätig. In ihrer neuen Position innerhalb der Geschäftsführung verantwortet Höfner den Digitalbereich und den Auf- und Ausbau der neuen Bewegtbild-Unit. Sie berichtet wie bisher an den Geschäftsführer Jan Hawerkamp.
Im Zuge der Neustrukturierung bei Tempus Corporate werden Jasmin Kistner zur stellvertretenden Standortleiterin Hamburg und Katrin Voges zur stellvertretenden Leiterin Digitale Medien ernannt. Unternehmensangaben

DAB+. Ist im Markt angekommen und setzt sich immer stärker durch. Knapp 14 Prozent der Bevölkerung (9,53 Millionen Personen ab 14 Jahren) nutzen einer Umfrage zufolge DAB+ regelmäßig-  2,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der verbauten DAB+-Autoradios von zwei auf drei Millionen. Von Januar bis Oktober 2016 wurden 726.000 DAB+-Radios verkauft. Nachdem das nationale Netz von 61 auf 110 Senderstandorte ausgebaut wurde, sei DAB+ Anfang 2017 bundesweit auf 95 Prozent der Fläche verfügbar, die Autobahnen seien mit 98 Prozent versorgt, teil die Initiative Digitalradio mit. Mit dem Netzausbau würden die Vorgaben der Bundesnetzagentur zur Abdeckung teils deutlich übertroffen. Auch die regionale Versorgung mit DAB+ wurde 2016 ausgebaut. Die ARD-Landesrundfunkanstalten schalteten zahlreiche zusätzliche Sendeanlagen auf und schlossen damit Versorgungslücken. Unternehmensangaben

"TV Spielfilm". Ergänzt die redaktionellen Empfehlungen seines Streaming-Dienstes um personalisierte Film- und Serientipps. Zusätzlich zu den Einschätzungen der "TV Spielfilm"-Redaktion erhalten Nutzer Vorschläge, die auf dem eigenen Nutzungs- und Sehverhalten basieren. Video-On-Demand-Inhalte sollen stärker in den Mittelpunkt rücken. Burkhard Graßmann, Geschäftsführer von Burda News: "Wir passen das Angebot dem Nutzungsverhalten unserer Konsumenten stetig an und fokussieren uns deshalb in Kürze noch stärker auf zeitversetzte non-lineare Inhalte." So können User unter anderem  sehen, bei welchen Video-on-Demand-Plattformen sie den gesuchten Content zeitlich unabhängig konsumieren können. Unternehmensangaben

ZMG. Hat Daten zur Kaufkraft mit der Nutzung von Tageszeitungen verknüpft. Ergebnis: Wo die Kaufkraft am größten ist, ist auch die Zeitungsnutzung am höchsten. Menschen mit weit überdurchschnittlichem Einkommen haben eine besondere Vorliebe für überregionale Tageszeitungen. In seiner aktuellen Kaufkraft-Studie hat die GfK die zehn Städte und Landkreise identifiziert, in denen die Menschen über die höchste Kaufkraft verfügen (Starnberg, Hochtaunuskreis, Landkreis und Stadt München, Main-Taunus-Kreis , Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Erlangen, Dachau, Stormarn).
Mit durchschnittlich 32.194 Euro pro Kopf steht den Starnbergern rund 45 Prozent mehr Geld für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung als dem Bundesdurchschnitt (22.239 Euro). Der Blick auf die Medienaffinität in diesen Städten und Landkreisen zeige, so die Zeitungs marketing Gesellschaft ZMG: "Dort, wo das Geld zu Hause ist, sind auch Zeitungen angesagt." Das belege die Markt-Media-Studie Best for Planning (B4P). Mit einem Index von 372 (Durchschnittswert: 100) seien die überregionalen Tageszeitungen das absolute Lieblingsmedium der Besserverdiener weit vor TV (Index 86) und Radio (Index 104). Unternehmensangaben 

Vox. Stellt die Riege der sechs Promi-Paare vor, die sich im neuen Talk-Format "The Story of my Life" dem Altern stellen werden. Im Gespräch mit Gastgeberin Désirée Nosbusch werden sich verliebte Paare plötzlich um Jahrzehnte gealtert im Studio gegenübersitzen. Mit dabei sind Guido Maria Kretschmer & Frank Mutters, Boris & Lilly Becker, Fabian Hambüchen & Marcia Ev, Nathalie Volk & Frank Otto, Rebecca Mir & Massimo Sinató sowie Thomas Heinze & Jackie Brown.
In jeder Folge lassen versierte Maskenbildner eines der Paare in zwei Schritten optisch um Jahrzehnte altern. Was dabei in den Promis vorgeht und wie sie damit umgehen, wenn sie mit ihrem und dem Alter des partners konfrontiert werden, sollen Zuschauer im kommenden Jahr mtierleben können. Produziert wird die Show von Talpa Germany. Unternehmensangaben

Hitradio RT1. Startet drei weitere Webradio-Kanäle. Mit RT1 Eurodance, RT1 Deutsch und RT1 Funk  produziert das Lokalradio-Network nunmehr 21 zusätzliche Musikprogramme, die überwiegend exklusiv über das Internet gesendet werden. "Durch den konsequenten Ausbau unseres Online-Portfolios wollen wir unsere Reichweite im digitalen Bereich weiter ausbauen", erläutert RT1-Geschäftsführer Felix Kovac, aktuell erreiche man 460.000 Hörerkontakten laut letzter MA IP Audio IV 2016. Hitradio RT1 gehört zur RT1 Media Group im Verbund der Mediengruppe Pressedruck mit Sitz im Medienzentrum Augsburg. Unternehmensangaben


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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