Kommt Pro Sieben 50 plus? Ebeling kündigt Kanal für Ältere an

Neue Zielgruppen erreichen, das muss trotz guter Zahlen auch Pro Sieben Sat.1. Im "Handelsblatt" kündigt Senderchef Thomas Ebeling nun an, dass er an neuen Konzepten für Digitalos und auch für Best Ager arbeitet.

Text: Susanne Herrmann

19. Jun. 2012

Neue Zielgruppen erreichen, das muss trotz guter Zahlen auch Pro Sieben Sat.1. Im "Handelsblatt" (Ausgabe 19.6.2012, S. 24) kündigt Senderchef Thomas Ebeling nun an, dass er an neuen Konzepten für Digitalos und auch für Best Ager arbeitet. Denn die Kukident-Zielgruppe, die von Kritikern immer gern bei ARD und ZDF geparkt und dort belächelt wird, die wird einfach doch immer größer. Die Herausforderung heißt nun, die älteren zu gewinnen und die jungen Seher dennoch nicht zu verprellen, sondern "ans Fernsehen heranzuführen", wie Ebeling gegenüber dem "Handelsblatt" sagt.

Dafür fährt der Senderchef zweigleisig, im Internet wie auf klassischen Kanälen. So ist bereits seit knapp einem Jahr ein Sender für ältere Männer geplant - die Stoßrichtung frei empfangbarer Kanal für ältere Zielgruppen bestätigt Ebeling gegenüber dem "Handelsblatt" erneut. Neue Zielgruppen, neue Werbekunden zu erreichen, das habe bereits "mit Sixx bei Frauen gut funktioniert Das könnte auch mit einem Best-Ager-Kanal klappen", sagt der Manager, "wenn man hier einen besonderen inhaltlichen Akzent setzt."

Videoplattformen wie My Video kommen bei jugendaffinen Programmen zum Zug; zum Beispiel findet hier teilweise die Erstausstrahlung statt, bevor eine Sendung oder Serie dann etwa bei Pro Sieben zu sehen ist. Eine einheitliche Plattform von allen Sendern wäre Ebeling aber lieber, sagt er. Dafür könnte er sich sogar vorstellen, etwa bei der teilweise umstrittenen Video-on-Demand-Plattform der öffentlich-rechtlichen Sender, Germany's Gold, einzusteigen.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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