Redesign im März :
Kreativpause für Relaunch: Vice erneuert Magazin

Alles neu macht der März beim "Vice Magazine" - davor wird das junge Printmedium zwei Monate pausieren.

Text: Petra Schwegler

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Das "Vice Magazine" steht vor einem umfassenden Redesign. Das 1994 in Kanada gegründete Heft soll zur Märzausgabe überarbeitet werden. Dafür nimmt sich das Team eine Kreativpause im Januar und Februar; in dieser Zeit wird das "Vice Magazine" nicht erscheinen. Erstmals seit 21 Jahren ruht der Druck. Dafür soll sich das Redaktionsteam ausschließlich darauf konzentrieren, das Magazin inhaltlich und gestalterisch weiterzuentwickeln.

Das Redesign verantwortet die US-Chefredakteurin Ellis Jones. Sie trat ihre Position in New York im vergangenen Jahr als erste weibliche Chefredakteurin des "Vice Magazines" an. Fest steht bereits: Ab März soll es vermehrt monothematische Ausgaben zu Themen wie Gesundheit, Finanzen und Politik geben. Dabei dürfte sich das Vice-Team am Erfolg der Sonderausgabe "The Syria Issue" orientieren, die den Lead Award 2013 für den "Beitrag des Jahres" abräumte sowie als "Lead Magazin des Jahres" ausgezeichnet wurde.

Außerdem soll im kommenden Jahr auch die deutsche Redaktion des Magazins ausgebaut werden. Benjamin Ruth, Herausgeber für Deutschland, betont:

"Ein Redesign und eine inhaltliche Weiterentwicklung waren schon lange überfällig, aber wir hatten bisher einfach noch nicht die Muse. Umso mehr freuen wir uns auf März, wenn wir unseren Leser und Anzeigenkunden ein vollkommen neues 'Vice Magazine' präsentieren dürfen."

Weiter heißt es, Vice setze ein klares Zeichen für sein Printsegment und investiere in sein Flaggschiff, mit dem die Erfolgsgeschichte des internationalen Jugendmedienunternehmens begonnen habe. Weltweit hält das kostenlose Magazin eine stabile Printauflage von 1,2 Millionen Exemplaren und wird in 25 Ländern in 18 verschiedene Sprachen publiziert.

In Deutschland wurde Vice 2005 mit fünf Mitarbeitern als eines der ersten Ableger nach USA und Großbritannien mit Benjamin Ruth als Herausgeber erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Auflage von 100.000 ist bis heute konstant geblieben. Es erscheint zwölf Mal jährlich und wird nach wie vor in ausgewählten Fashion Stores, Buchläden und Galerien ausgelegt. In der Berliner Redaktion setzen Chefredakteur Tom Littlewood und seine stellvertretende Chefredakteurin Barbara Dabrowska auf Reportagen mit Deutschlandbezug und arbeiten mit Fotografen wie Martin Fengel, Julian Röder, Julian Baumann, Hans Christian Schink, Erwin Blumenfeld und Andreas Gefeller zusammen. Vice beschäftigt inzwischen 150 Mitarbeiter in Berlin.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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