Lecker Essen, schöne Bilder - das Food & Style-Magazin "sweet paul" hält, was es verspricht

Schöne Bildsprache, leckere Rezepte und kreative DIY-Ideen: "sweet paul" überzegt in der W&V-Heftkritik. Doch etwas anderes wäre auch nicht zu erwarten gewesen, denn der Foodstylist und Blogger Paul Lowe ist genau dafür bekannt.

Das Auge isst bekanntlich mit. Bei "sweet paul", dem neuen Food&Style-Magazin, das Falkemedia in Deutschland verlegt, müsste es eigentlich umgekehrt lauten: Der Magen liest mit, oder besser noch: Das Wasser, das auf der Zuge zusammenläuft, ließt mit. Wobei es im eigentlichen Sinn nicht sehr viel zu lesen gibt, nur eine Handvoll längerer Texte haben sich ihren Platz in dem Magazin erobert. Dafür gibt es umso mehr zu sehen. Die Leckereien sind so sinnlich und ästhetisch inszeniert, dass selbst der größte Kochlöffel-Verweigerer Lust bekommen muss, sie nachzukochen.

Doch etwas anderes wäre auch nicht zu erwarten gewesen, denn der Foodstylist und Blogger Paul Lowe ist bekannt für seine kreativen Rezept- und Bastel-Ideen und vor allem für die perfekt inszenierten Fotos seiner Kreationen. So werden die Bilder von "Green Giant", "Very Berry" oder "Give ma an Apple" zu Kunstwerken, bei denen man nur dank der Rezepte auf der nächsten Seite erfährt, dass es sich bei diesen glänzenden Farbklecksen um etwas trinkbares handelt. Nicht wie man die Getränke, Kuchen und das Gegrillte zubereitet, steht im Vordergrund, sondern die Inzenierung. Die Rezepte sind daher übersichtlich und auf das Westenliche reduziert, ohne dass etwas fehlen würde. So erinnert das 132-Seiten starke Magazin durchaus an ein gehobenes Kochbuch. Allerings nicht ausschließlich, dafür sorgen die zahlreichen Deko- und Do-it-yourself-Tips, mit denen die kreative Zielgruppe von "sweet paul" überzeugt werden soll. Mit einem Copy-Preis von 5,90 Euro und einer edlen Haptik richtet sich das Magazin an eine gehobene weibliche Leser schaft zwischen 25 bis 50 Jahren, die laut Mediadaten "qualitätsorientiert, modern und weniger traditionell ist".

Zur Startausgabe scheinen die Anzeigenkunden zwar noch etwas zögerlich gewesen zu sein, aber um die Leserinnen warb Falkemedia schon im Vorfeld intensiv in einer Printkampagne, auf Online-Bannern und über national gestreute EdgarCards in Gastronomie. "Kennst Du Paul?" war der Claim der Ankündigungskampagne. Jetzt, zum Launch des Magazins am 25. Mai, wurde daraus "Paul ist da".
Viermal im Jahr wird "sweet pau"l künftig in Deutschland erscheinen – eine englische Version gibt es bereits. Der gleichnamige Blog ist in der Blogosphäre bereits erfolgreich etabliert. Zum Start des deutschen Magazins gibt es jetzt auch eine deutsche Version des Bolgs.


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