Lisa taucht in neue Lebenswelten ein

Die Redaktion des Burda-Titels wird in drei altersmäßig abgegrenzte Lebenswelten eingeteilt. Um die richtigen Themen für jede Gruppe zu finden, wird die Anbindung an Social Networks stärker genutzt.

Text: Manuela Pauker

25. Jun. 2012

Die Zielgruppe der Burda-Frauenzeitschrift "Lisa" ist mit einem Alter von 25 bis 45 Jahren relativ breit aufgefächert. Um ihre Leserinnen künftig passgenauer anzusprechen, hat der Verlag jetzt die Redaktion neu strukturiert: Das in Offenburg produzierte Blatt wurde jetzt in drei Lebensweltenredaktionen aufgeteilt - von 25 bis 35 Jahre, 35 bis 45 und 45plus. In jeder dieser "Lebenswelten" werden bestimmte Themen aufgegriffen, die bei den jeweiligen Zielgruppen stark diskutiert werden. Welche Themen das sind, findet die Redaktion unter anderem über ihre Social Network-Anbindungen heraus. So wird etwa die Facebook-Seite der Community "Lisa Freundeskreis" stark frequentiert. Dieser Austausch mit der Redaktion soll künftig noch intensiviert werden. Zugleich werden die Redakteurinnen der Lisa künftig auch im Heft häufiger auftauchen: So sind die Autorinnen künftig mit Bild im Blatt zu sehen.

„Wo wir früher Ecken und Kanten einer Geschichte eher abgeschliffen haben, um sie für so viele Leserinnen wie möglich interessant zu machen, arbeiten wir diese Unterschiede jetzt heraus. Dabei nehmen wir bewusst in Kauf, dass sich ein Teil der Leserinnen mit einer Geschichte vielleicht gar nicht identifizieren kann, ein anderer Teil aber voller Begeisterung dafür ist," erklärt "Lisa"-Chefredakteurin Maria Sandoval die neue Herangehensweise. So gelinge es, "dass sich in einer ,Lisa'-Ausgabe alle Leserinnen individuell angesprochen und stark verstanden fühlen". so Sandoval weiter - das stärke wiederum die Nähe zwischen Heft und ihren Leserinnen.

Optisch wurde das Konzept des Blattes, dessen verkaufte Auflage im ersten Quartal dieses Jahres um 5,1 Prozent auf 313.539 Exemplare zurückging, ebenfalls überarbeitet. Die Redaktion achtet künftig auf eine "emotionalere Bildsprache", gleichzeitig wurden neue, klarer formulierte Rubriken eingeführt.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde



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