Medienkonzern Madsack legt durchwachsene Jahresbilanz vor

Beim Medienkonzern Madsack ("Hannoversche Allgemeine Zeitung", "Neue Presse" etc.) bröckelt der Gewinn. Trotzdem schwört Verlagschef Herbert Flecken auf das Printgeschäft. 

Text: Gregory Lipinski

08. Jul. 2012

Der in Hannover ansässige Medienkonzern Madsack ("Hannoversche Allgemeine Zeitung", "Neue Presse" etc.) musste 2011 einen leichten Rückgang beim Jahresüberschuss hinnehmen. Bedingt durch  außerordentliche Abschreibungen sowie gestiegene Papierpreise sank der Überschuss auf 8,5 Millionen Euro. 2010 waren es 10,7 Millionen.  Dies berichtet der W&V-Schwestertitel "Kontakter" in seiner am Montag  erscheinenden Ausgabe. Das Anzeigengeschäft von Madsack musste im vergangenen Jahr ebenfalls Federn lassen. Es ist um 4,2 Prozent auf 182 Millionen Euro geschrumpft, die Vertriebserlöse kletterten dagegen um 2,5 Prozent auf 211 Millionen. Auch das Beilagengeschäft konnte um 4,8 Prozent auf 67,5 Millionen Euro gesteigert werden. 

Kräftig gewachsen ist auch das Digitalgeschäft. Hier verbesserten  sich die Erlöse um 13,3 Prozent. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz 2011 leicht auf 610,8 (608,8) Millionen Euro. 2012 und 2013 soll das Ergebnis auf Vorjahresniveau liegen, kündigt Konzernchef Herbert Flecken in dem neuen Geschäftsbericht an, der dem "Kontakter" vorab vorliegt.

Madsack will zudem mit dem Lebensmittelhändler Edeka und dem Discounter Penny sein Briefgeschäft ausbauen. Mit Edeka strebe man eine "ähnliche Kooperation" wie bereits mit Penny in Niedersachsen an, heißt es. Hier würden fast 100 Filialen in den Regionen Hannover, Hameln, Hildesheim, Nienburg und Peine Briefmarken der Madsack-Posttochter Citypost verkaufen. Ab August ist geplant, die Kooperation mit Penny auf Leipzig auszudehnen. Wichtiges Standbein bleibt laut Flecken aber das Printgeschäft, das mit dem Erwerb der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (MAZ) in Potsdam ausgebaut  wurde. "Die Investition ist als klares Bekenntnis zum Printgeschäft zu verstehen, von dem wir allen strukturellen Herausforderungen zum Trotz weiterhin stabile Erträge erwarten", sagt Flecken. Madsack verlegt u.a. 18 Tageszeitungen.


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