Mediensplitter: Was sonst noch in der Branche passiert

Wall ohne Wall, Weimer mit Buch und ARD im Quotentaumel: Was sonst noch in der Medienbranche passier ist.

Text: Petra Schwegler

Wall AG. Firmengründer Hans Wall scheidet aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat des Berliner Außenwerbers aus. Neuer Vorsitzender wird der bisherige Vize, Jean-François Decaux, zudem Vorstandchef der Wall-Mutterfirma JCDecaux. Hans Wall war seit 2007 Vorsitzender des Gremiums und ist am Mittwoch aufgrund seines 70. Geburtstags am 17. März satzungsgemäß ausgetreten. Stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Wall AG wird Oleg de Lousanoff, seit 2010 Mitglied des Gremiums.

Wolfram Weimer. Hat ihn jetzt vorgelegt – seinen Roman zur Wulff-Krise. Der Neu-Verleger und Ex-"Focus"-Chefredakteur entlarvt in der Satire "Heimspiel" die Machtspiele der Berliner Republik - unmittelbar zur Amtseinführung von Joachim Gauck. Im 120 Seiten starken Roman soll Franz Beckenbauer deutsches Staatsoberhaupt werden. Was als politische Überraschung beginnt, stellt rasch den Politikbetrieb auf den Kopf. Eine Kettenreaktion aus Intrigen, PR- und Machtspielen kommt in Gang. Weimers Buch ist im Quadriga-Verlag, Berlin, erschienen und kostet 12,99 Euro.

Constantin Medien. Die Sport1-Mutter hat, wie schon vorab berichtet, das Geschäftsjahr 2011 erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Mit -2,6 Millionen Euro fiel das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis aber weniger tiefrot aus, als im Vorjahr (-6,7 Millionen Euro). Als "erfreulich" bezeichnet das Unternehmen die Entwicklung des Sport-Segments. Das Ergebnis habe sich hier von -0,3 Millionen auf vier Millionen Euro verbessert, was Constantin auch auf gesunkene Material- und Lizenzaufwendungen zurückführt. Für 2012 erwarten die Münchner ein ausgeglichenes Ergebnis.

ARD. Freut sich über fast zehn Millionen Zuschauer, die am Mittwochabend den Pokalkrimi im Ersten miterlebt haben. Durchschnittlich 9,93 Millionen Sportinteressierte zählt das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München. Das entspricht einem Marktanteil von 32,8 Prozent beim Gesamtpublikum. Die Entscheidung im zweiten Halbfinalspiel des DFB-Pokals fiel erst im Elfmeterschießen, nachdem beide Teams in einem hochklassigen Spiel und der anschließenden Verlängerung torlos geblieben waren. Bis zu 11,87 Millionen Zuschauer erlebten am Bildschirm mit, wie sich die Münchner durch die besseren Elfmeterschützen und die Reaktionen von Bayern-Keeper Manuel Neuer für das Finale in Berlin qualifizierten.

Sky. Baut zum 4. April mit der Hinzunahme des neuen Musiksenders MTV Live HD die hoch aulösende Satelliten-Offerte in Deutschland und Österreich aus. Sky Deutschland und die MTV-Mutter Viacom International Media Networks wollen dabei "markenübergreifend" zusammenarbeiten. MTV Live HD wird Teil des Sky Welt Pakets.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.