Mediensplitter: Was sonst noch in der Branche passiert

LMK zeigt Sat.1 die Nase, dapd bietet dpa die Stirn und Glitz preist sich an: Was sonst noch in der Medienbranche passiert ist.

Text: Petra Schwegler

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Sat.1. Die Drittsendezeiten bleiben bei den bisherigen Anbietern News and Pictures ("Weck up" am Sonntagmorgen und "Planetopia" am Montag) und DCTP ("News and Stories" sowie "Spiegel TV Reportage/Focus TV Reportage" am Montagabend). Das entschied jetzt die rheinland-pfälzische Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK). Sat.1 wollte eigentlich andere Anbieter als sogenannte "Drittsendezeitanbieter" durchsetzen und hat deshalb auch vor Gericht geklagt - zunächst allerdings erfolglos. Im Streit mit der LMK hat die ProSiebenSat.1 Media AG dann angekündigt, dass Sat.1 unter die Medienaufsicht von Hamburg und Schleswig-Holstein wechseln wolle. Die LMK-Entscheidung gilt nun ab Juni 2013 für fünf Jahre. Diese Angebote erfüllten die gesetzlichen Vorgaben am besten, erklärte die LMK. Die Privatsender Sat.1 und RTL sind verpflichtet, Teile ihrer Sendezeit unabhängigen Fernsehveranstaltern zur Verfügung zu stellen, um die Vielfalt im Programm zu erhöhen.

dapd. Kontert erneut den Erzrivalen dpa mit einer Studie, die sich dieses Mal auf Falschmeldungen bezieht. Eine vergleichende Studie im Auftrag der dapd media holding AG kommt zu dem Schluss: Die dapd weist eine Fehlerquote von 0,0035 Prozent auf, die dpa kommt auf 0,0076 Prozent. Auch wenn sich diese Zahlen im Zeitraum von Januar 2010 bis Januar 2012 im Promille-Bereich bewegen: Die dpa macht doppelt so viele Fehler. dapd reagiert damit auf das Dokument "Zusammenstellung Qualitätsmängel bei dapd", das die dpa im Rahmen des vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahrens zur Ausschreibung des Auswärtigen Amts angefertigt hat. Konkret seien der dapd 22 Fehler im Zeitraum angelastet worden, eigene Fehler der dpa seien dagegen nicht aufgeführt worden. dpa argumentierte offenbar in der Folge, dass der Dienst der dapd erhebliche Qualitätsmängel aufweise. Das sieht die dapd nun revidiert. Aktuell sieht sich die noch junge Agentur einer neuen Klage der dpa ausgesetzt – es geht um die Verwechslungsgefahr beim Namen. 

Beckground TV. Reinhold Beckmanns Produktionsfirma erweitert das Management. Marcus Foag ist ab sofort neben Ulrich Lenze und Beckmann selbst neues Mitglied der Geschäftsführung der Beckground TV und Filmproduktion GmbH und rückt damit in die Spitze auf. Als Producer verantwortet der 29-jährige seit 2008 unter anderem die Beckground-Produktion "Inas Nacht” sowie Dokumentationen wie "Helmut Schmidt – mein Jahrhundert”.

Glitz. Der neue Turner-Frauen- und Lifestylesender präsentiert ab 13. Mai immer sonntags um 20.50 Uhr die Eigenproduktion "Privat bei ..." in deutscher Erstausstrahlung. In den zwölf jeweils 30-minütigen Sendungen zeigen Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen, etwa Kunst, Kultur, Design, TV/Film oder Wirtschaft, der Kunsthistorikerin und Designerin Judith Milberg ihr Zuhause. Während die Gastgeber Milberg durch ihre Häuser und Wohnungen führen, erzählen sie Geschichten aus ihrem Leben und wie sie zu ihren Möbeln und Accessoires gekommen sind. 

Sat.1. Hat Glück mit der neuen Daytime-Reality-Reihe "Familien-Fälle". Sie holt zum Auftakt sehr gute 17,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt schalteten ab 15 Uhr 2,26 Millionen Zuschauer ab drei Jahren ein. Der Gesamtmarktanteil: 21,6 Prozent.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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