Mehr Action für harte Männer: Sport1 holt sich die "Ludolfs“

Neue Farbe: Sport1 peppt mit den Schrottplatzbrüdern Ludolf, Filmen und abenteuerlichen Dokus ab September das Programm auf. Der neue Senderchef Thilo Proff hinterlässt erste Spuren.

Text: Petra Schwegler

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Thilo Proff drückt Sport1 einen Action-Stempel auf: Der einstige ProSieben-Chef, der seit Frühjahr als Vorstand Sport der Constantin Medien AG und als Geschäftsführer ihres Sportkanals Sport1 auftritt,  an. Im Mittelpunkt: die Ludolfs, Filme und „Adventure Dokus“ für die Sendetage Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Damit kehrt Sport1 dem reinen Sportgedanken erneut den Rücken – schon vor einigen Jahren hat der Münchner Sender (noch als DSF) mehr Fiktion ins Programm zu holen versucht, ist dann aber zum Sport zurückgekehrt.

Die Details:  Es gibt künftig einen „Motor-Mittwoch“ bei Sport1.  Ab 5. September starten die Ludolfs mit dem neuen Format – in „SEK Ludolf – Das Schrott Einsatz Kommando“ wieder im TV durch. Damit gehen sie bei Sport1 neu auf Sendung, nachdem sie beim Männerkanal Dmax zum Kult avanciert sind.  In den jeweils einstündigen Folgen ab 21.15 Uhr wird nicht nur der Alltag auf ihrem Schrottplatz dargestellt – die Ludolfs bekommen in jeder Folge einen Spezialauftrag, den sie lösen.

Ab 6. September bietet der Sender jeden Donnerstag in der Primetime Kino für „Kerle“ und verspricht „Thriller, Action, Drama oder Komödie“. Laufen werden Streifen wie „Der Fan“, „Million Dollar Baby“ oder „Tage des Donners“.  Hinzu kommen drei Adventure-Dokus: Die „Ice Pilots“ heben donnerstagabends ab, während Sport1 am Freitagabend mit den beiden BBC-Produktionen „Richard Hammond‘s Crash Course“ und „World’s Toughest Trucker“ Gas gibt.  

Proff öffnet so den „Sportsender in der Breite, ohne die Marke Sport1 mit ihrer absoluten Kernkompetenz – dem Sport – in ihrer klaren Positionierung zu verwässern. Im Gegenteil: Mit den neuen Themen erreichen wir passgenau unsere Kernzielgruppe Männer.“  Vorteil: Die Werbewirtschaft bekommt ein klar planbares Umfeld für die begehrte männliche Zielgruppe. Darum reißen sich immer mehr deutsche Sender – neben der Sport-Konkurrenz von Eurosport und dem Männerkanal Dmax hat sich vor einigen Monaten auch noch RTL Nitro im Segment platziert. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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