Twitter-Aktion :
#MeinGroessterFail: Nach dem Chip-Design-Fiasko der "Dorstener Zeitung"

Ein peinlicher Kommentar zu den Sicherheitslücken bei Prozessoren sorgte für nachvollziehbaren Spott im Netz. Auf Twitter bekennen sich Journalisten jetzt zu ihren schlimmsten Pannen.

Text: Markus Weber

Die bekanntgewordene Sicherheitslücke bei Computer-Prozessoren könnte Milliarden von Geräte betreffen.
Die bekanntgewordene Sicherheitslücke bei Computer-Prozessoren könnte Milliarden von Geräte betreffen.

Vor wenigen Tagen machte im Netz ein Kommentar der "Dorstener Zeitung" zu den Sicherheitslücken bei Prozessoren die Runde. Dabei war die Autorin einer massiven Fehleinschätzung mit Blick auf die Bedeutung des Begriffs Chip-Design aufgesessen. Tenor der Anklage: Den Prozessoren-Herstellern sei das Aussehen der Chips wichtiger als die Datensicherheit.

Das ist ohne Zweifel peinlich. Andererseits: Bevor es die sozialen Netzwerke gab, wäre dieser "gedankliche Kurzschluss" (Zitat der "Dorstener Zeitung") außerhalb der 75.000-Einwohner-Stadt am Rande des Ruhrpotts keinem aufgefallen. Inzwischen müssen Journalisten wesentlich mehr einstecken, wenn ihnen Fehler unterlaufen.

Der Bielefelder Journalist Roland Grün, der nun als Reaktion die Twitter-Aktion #MeinGroessterFail ins Leben gerufen hat, hat Mitleid mit der Kollegin: "Dabei sind es vor allem die Strukturen in den Redaktionen, die zu solchen Fehlern führen", klagt Grün im Kurznachrichtendienst an.

Zahlreiche Kollegen beteiligten sich am Wochenende an der Aktion.

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Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.