TV-Lizenzen :
MIPTV: "Club der roten Bänder" ist der heimliche Star

Bei der Lizenzmesse MIPTV zeigt sich ein neuer Trend: Unverbrauchte Charaktere finden immer mehr Interesse. Davon profitiert auch Vox.

Text: W&V Redaktion

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Die Vox-Serie "Club der roten Bänder".
Die Vox-Serie "Club der roten Bänder".

"Der Club der roten Bänder" dürfte bald in weiteren Ländern zu sehen. Bei der MIPTV, der weltgrößten TV-Messe, hat die Erfolgsserie von Vox zahlreiche Interessenten gefunden. In mehr als einem Dutzend Länder gab es bereits Verfilmungen der Geschichte des Spaniers Albert Espinosa. Bald soll die Reihe auch in Frankreich starten. Für die MIP-Chefin Laurine Garaude ist die Serie ein Beispiel dafür, dass Fernsehen immer häufiger gesellschaftliche Vielfalt abbilde. "Charaktere, die man sonst nicht gesehen hat, stehen jetzt oft im Mittelpunkt von Shows und Filmen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Auch für die Produktion "55 Steps" ist das internationale Interesse groß. Die wahre Geschichte einer Psychiatrie-Patientin wird unter deutscher Beteiligung mit Weltstars wie Hillary Swank und Helena Bonham Carter verfilmt. Der Koproduzent Bastie Griese von MMC Movies stellt dabei Menschen in den Mittelpunkt, die nicht den üblichen Heldenklischees entsprechen. "Das Publikum ist offen dafür, sich auch mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen", sagte er. "Die Geschichte wird weltweit viele Menschen ansprechen."

 Bereits jetzt hat "Curvy Supermodel" diesen Zuspruch erreicht. Das deutsche Format um Schönheiten, die nicht dem gängigen Ideal entsprechen, ist in Cannes gefragt. Gerade hat ein brasilianischer Sender die Idee gekauft. RTL II hat in Deutschland bereits eine zweite Staffel der Castingshow angekündigt.

Als bestes Scripted-Reality-Format zeichnete eine internationale Fachjury "The a word" aus. Die BBC-Produktion, die das Leben einer Familie mit einem autistischen Kind beschreibt, wurde bereits in 50 Länder verkauft. (dpa)


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