Dickes Plus im 1. Quartal :
Mit Digital wächst Springer kräftig

Bei Springer liegt der Umsatzanteil digitaler Medien inzwischen bei 71,6 Prozent. Tendenz nach dem 1. Quartal: weiter steigend.

Text: Petra Schwegler

Bei Springer liegt der Umsatzanteil digitaler Medien inzwischen bei 71,6 Prozent.
Bei Springer liegt der Umsatzanteil digitaler Medien inzwischen bei 71,6 Prozent.

Bei Axel Springer ("Bild", WeltN24) floriert das Geschäft im Internet. Dank eines deutlichen Umsatzzuwachses mit digitalen Angeboten ist der Erlös des Konzerns im ersten Quartal um 6,7 Prozent auf 836,2 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatzanteil digitaler Medien ist dabei auf 71,6 Prozent angewachsen. Noch vor einem Jahr lag er bei 67,4 Prozent.

Die positiven Zahlen gehen weiter:  Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) klettert nach Angaben vom Mittwoch zum Jahresauftakt um 16,9 Prozent auf 147,2 Millionen Euro.

Allerdings hat Springer unterm Strich in den ersten drei Monaten des Jahres mit 47 Millionen Euro deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum verdient. Doch ist der Wert aus dem 1. Quartal 2016 schlecht vergleichbar, zumal ein Spartenverkauf und die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Schweizer Verlag Ringier den Überschuss nach oben getrieben hatte.

Springer-CEO Mathias Döpfner bestätigt nun die Prognose fürs laufende Jahr. Demnach soll der Umsatz im Konzern im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Beim operativen Ergebnis und dem bereinigten Gewinn je Aktie rechnet Springer mit einem Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

Wo Springer massiv zulegt

Döpfner kommentiert das dicke Plus fürs 1. Quartal so: "Die erheblichen Wachstumsinvestitionen der vergangenen Jahre haben zum guten Start in das Jahr 2017 beigetragen. Ein hervorragendes erstes Quartal hatten im Rubrikensegment erneut die Job-Portale von Stepstone mit einem organischen Umsatzwachstum von 16 Prozent. Und bei den Bezahlangeboten erzielte Business Insider, unser internationales Angebot für Wirtschafts- und Finanznachrichten, im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Umsatzsprung von mehr als 50 Prozent."

Springer sei heute bereits "der führende Digitalverlag in Europa und der weltweit größte Betreiber von Rubrikenportalen", so der Konzernlenker. Aktuelle Kooperationen betonen den Willen Springers, diese Position weiter auszubauen. 

Weiter gibt Springer bekannt, dass die Digitalisierung zum Jobmotor beim Unternehmen wird. Wegen des Ausbaus des Digitalgeschäfts sei die Zahl der Mitarbeiter in den zwölf Monaten bis Ende März um knapp fünf Prozent auf 15.598 gestiegen, heißt es.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.