"Keeping up with the Kardashians" :
Mit einem Tweet zum Influencer

TV- und Social-Web-Star Kim Kardashian antwortete auf einen seiner Tweets. Das reichte schon, um einen britischen Fabrikarbeiter zum Influencer zu machen.

Text: Manuela Pauker

Der Tweet, mit dem alles begann.
Der Tweet, mit dem alles begann.

So schnell und unverhofft kann man zum Influencer werden: Eigentlich wollte der britische Fabrikarbeiter Jerome Billingham vor vier Jahren nur kurz auf einen Tweet des TV-Sternchens und Social-Media-Stars Kim Kardashian antworten. "Nimmst Du deine Fans überhaupt wahr? Ich liebe Dich!" lautete seine Botschaft. Und konnte kaum glauben, dass Kardashian, auf die er durch ihre Reality-Show "Keeping up with the Kardashians" aufmerksam geworden war, tatsächlich antwortete: "Love you too!", so ihre Nachricht.

Für Billingham war das der Startschuss für ein neues Leben, auch wenn ihm dies zu Beginn - laut des Berichts in der britischen "Daily Mail" - noch nicht bewusst war. Doch dann bemerkte er, dass die Zahl seiner Twitter-Follower – vor der Kardashian-Interaktion bei rund 200 – plötzlich geradezu explodierte. In der ersten Woche danach waren es schon 20.000 Follower; mittlerweile erreicht der 25-Jährige mit seinen beiden Accounts insgesamt knapp eine halbe Million Follower. Sein Haupt-Account kommt aktuell auf sechs Millionen Views im Monat.

Was dann passierte ...

Und es kam, wie es kommen musste: Firmen schickten ihm reichlich Gratis-Produkte, die er promoten sollte. Ein Ansinnen, dem er nur zu gerne nachkam. Vorläufige Bilanz: Derzeit verdient Jerome Billingham mit seinen Tweets und auch Instagram-Posts rund 5000 Pfund im Jahr;  zu seinen Kunden zählt unter anderem die Billigmode-Kette Primark.

Leben kann er von seiner Influencer-Tätigkeit noch nicht, hofft aber, sich bald darauf konzentrieren zu können. Von seinem Vorbild Kim Kardashian, die gelegentlich immer noch auf seine Tweets antwortet, kann er diesbezüglich sicher noch einiges lernen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde


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