Transactional-Video-on-Demand (TVOD) :
Mit Indieswitch startet ein Streamingportal für Cineasten

Jürgen Fabritius, Michael Bischoff und Jochen Kröhne heben in München Indieswitch aus der Taufe - Streaming für Liebhaber anspruchsvoller Filme. 

Text: Petra Schwegler

Weniger Filmware, aber Anspruchsvolles will der Streaming-Neuling bieten - und kommentiert.
Weniger Filmware, aber Anspruchsvolles will der Streaming-Neuling bieten - und kommentiert.

Das Publikum für Independent- und Arthouse-Kino will die neue Video-on-Demand-Plattform Indieswitch ansprechen. Entsprechende Film-Highlights sollen als kuratiertes Angebot an den Nutzer gebracht werden – nicht rund um die Uhr, aber in einer wöchentlichen Auswahl. Jeden Freitag werden unter einem neuen Thema vier neue Filme eingestellt.

Zum Auftakt am heutigen Freitag gibt es Streifen zum Thema "Kunst und ihr Ausdruck" zu sehen. Vier verschiedene Blickwinkel aufs Motto sollen diese Filme den Cineasten unter den Streamingnutzern bieten: "Die Frau in Gold – Kunst als Identität", "Yves Saint Laurent – Mode als Kunstform", "Beltracchi, die Kunst der Fälschung – Kunst als Ware" und "Das Mädchen mit dem Perlenohrring".

Hinter dem neuen Streamingportal, das als Abo-freies Transactional-Video-on-Demand (TVOD) angelegt ist, stehen die Filmexperten Jürgen Fabritius und Michael Bischoff sowie TV-Kenner Jochen Kröhne. Sie wollen nach eigenen Angaben mit Indieswitch "Orientierung für den Liebhaber anspruchsvoller Filme" und eine Alternative in der digitalen Multimediawelt bieten. Der einzelne Film solle wieder herausgehoben werden.

Wie sich Indieswitch abheben will

"Indieswitch setzt auf Qualität statt Masse und sieht sich als Navigationshilfe und Homebase für Filmfans. Bei uns kann man Filme finden statt suchen", sagt Jürgen Fabritius über den redaktionellen Ansatz des neuen Portals mit Sitz in München. Kurze Einführungstexte in das übergeordnete Thema und einordnende Inhaltsangaben zu den Filmen sollen "inspirierende gedankliche Zusammenhänge" herstellen und neue Blickwinkel auf die Filme gewähren.

Immer freitags wechselt das Programm von Indieswitch. Themen und Filme der vorhergehenden Wochen bleiben allerdings dauerhaft verfügbar. Ein wöchentlicher Blogbeitrag  greift das Leitthema auf, stellt die Filme zur Diskussion und bietet den Nutzern des Portals Gelegenheit, sich über das Programm auszutauschen und eigene Impulse einzubringen.

Michael Bischoff: "Wir präsentieren die Filme in einer thematischen Kuratierung, bieten die Filme aber einzeln und wahlweise auch in einem Paketpreis an. Das Publikum für Independent- und Arthouse-Kino wählt gezielt aus, was es sehen will. Dem passen wir uns an. Niemand braucht alles."

Zum Start wird Indieswitch in Kooperation mit Springers Nachrichtenmarke Welt in einer bundesweiten Print- und Online-Kampagne beworben.

So wirbt das neue Streamingportal.

So wirbt das neue Streamingportal.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.