Streaming :
Netflix will mobiles Streaming verbessern

Netflix kommt seinen Abonnenten entgegen: Für Serienfans, die per Smartphone streamen, arbeitet das Unternehmen an passenden Formaten.

Text: Susanne Herrmann

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Filme gucken unterwegs: Dafür will Netflix seine Formate fürs Smartphone optimieren.
Filme gucken unterwegs: Dafür will Netflix seine Formate fürs Smartphone optimieren.

Netflix will seinen mobilen Abonnenten entgegenkommen: Für Serienfans, die gern unterwegs per Smartphone streamen, arbeite das Unternehmen an passenden Formaten. Das sagte Produktchef Neil Hunt in San Francisco, berichtet der Onlinedienst The Verge. Denn die Zahl der Kunden, die mobil Netflix nutzen, wachse. Generell trifft es zu, dass der Anteil an Videoabrufen per Tablet und Smartphone steigt (er liegt laut Ooyala bei 54 Prozent, werbefinanziert ein wenig höher; mehr dazu hier).

Vorstellbar sei, so Hunt, dass es in ein paar Jahren eine Masterversion von Serien und Filmen gebe und eine auf Smartphones zugeschnittene. Es gebe immer wieder Einstellungen oder Szenen, die auf Mobilgeräten nicht optimal dargestellt werden können.

In Asien wird mobil gestreamt

Seit Netflix praktisch weltweit verfügbar ist (nicht in China), schnellten die mobilen Zugriffe in die Höhe. Nicht überall ist die Verbreitung von Smart-TV-Geräten so hoch wie in Netflix' Kernmärkten USA, Kanada und den meisten europäischen Ländern. Vor allem in Indien und asiatischen Ländern werde das Streamingangebot überwiegend auf Smartphones genutzt, sagt Neil Hunt.

Ende 2016 hatte Netflix - ebenfalls für mobile Nutzer - eine Download-Funktion eingeführt, die Unternehmenschef Reed Hastings lange ausgeschlossen hatte.

Für das vierte Quartal 2016 meldete der Video-on-Demand-Abodienst 93,8 Millionen Kunden weltweit. Ende 2015 - vor der Hinzunahme von 130 neuen Ländern -  waren es 19 Millionen weniger gewesen. Diesen satten Zuwachs hatte Analyst IHS tatsächlich erst für 2020 prognostiziert. Netflix rechnet damit, für Januar bis März 2017 bereits 99 Millionen Abonnenten melden zu können. Damit das mit dem Wachstum klappt, will der VoD-Anbieter allein in diesem Jahr rund 6 Milliarden Dollar in Inhalte investieren.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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