Ebiquity zum RTL-Bruttoumsatz :
Neuer Werberekord beim "Bachelor"

"Der Bachelor" erfreut RTL und Vermarkter IP - dank Kunden wie Procter & Gamble, Henkel oder Ferrero, die dieses Jahr laut Ebiquity noch mehr geworben haben.

Text: Petra Schwegler

Das Buhlen um "Bachelor" Sebastian begeisterte die werbungtreibende Kosmetikbranche.
Das Buhlen um "Bachelor" Sebastian begeisterte die werbungtreibende Kosmetikbranche.

"Der Bachelor" toppt den eigenen Umsatzrekord: Knapp 21 Millionen Euro brutto hat RTL in diesem Jahr mit klassischer Fernsehwerbung, Sponsoring und Promotion in der Kuppelshow eingenommen. 34 Prozent mehr als im ohnehin schon starken Vorjahr, analysiert Ebiquity.

In der aktuellen Staffel, die der Privatsender vergangene Woche mit 3,41 Millionen Gesamtzuschauern beendete, überreichte der 30-jährige Junggeselle Sebastian Pannek der 25-jährigen Clea-Lacy aus Rastatt die letzte Rose. Mit 10,6 Prozent Marktanteil das schwächste "Bachelor"-Finale bisher – aber ein sehr gutes Ende bei den werberelevanten 14- bis 49-Jährigen: Der Marktanteil von 17,2 Prozent rangiert deutlich über den vorherigen Entscheidungsshows (2016: 14,9 Prozent; 2015: 16,6 Prozent).

Wer beim "Bachelor" werben wollte

Die Liste der "Bachelor"-Werbekunden, die das Hamburger Media- und Marketingberatungsunternehmen für W&V durchleuchtet hat, ähnelt stark den Vorjahren. Die FMCG- beziehungsweise Kosmetikbranche hielt auch dieses Jahr wieder Hof im Umfeld der RTL-Show, in der sich 22 Ladies für einen Junggesellen stylen.

Die Big Spender gaben 2017 aber teils bedeutend mehr für Werbung aus. Allen voran Dickschiff Procter & Gamble – mit mehr als 2,4 Millionen Euro an Bruttospendings wie auch im Vorjahr auf Platz 1. Doch 2016 ließ das Unternehmen "nur" knapp 1,9 Millionen Euro für Reklame beim "Bachelor" springen.

Werbekunden und Marken wie L’Oréal – Platz 2 im Ranking nach Unternehmen, Platz 1 nach Marken – und die Deutsche Telekom sind mit RTL-Vermarkter IP Deutschland wieder ins Geschäft gekommen. Mit sichtbar mehr Einsatz als im Vorjahr: Beide Unternehmen haben ihre Bruttospendings beim "Bachelor" in etwa verdoppelt. Ferrero legte brutto fast die Hälfte mehr hin.

Der langjährige Likörpartner Amarula fehlte dieses Jahr nicht, fiel aber bei kaum reduzierten Spendings in den Marken-Top-Ten von Platz 3 (2016) auf Platz 8 zurück. Weil – wie erwähnt – andere treue "Bachelor"-Werbepartner wie McDonald's dieses Jahr einfach mehr ausgegeben haben.

Wer in den Top Ten fehlt … 

Das ist Beiersdorf mit der Marke Nivea. Das Unternehmen trommelte im "Bachelor"-Jahrgang 2016 besonders eifrig und holte sich damit nach einem Jahr Pause das Werbekrönchen von 2015-Top-Spender Garnier/L’Oréal zurück. Dafür gehörten dieses Mal aber die Nagellackmarke Essie, Iglo und Tchibo zu den größten Werbepartnern der RTL-Sendung.

Laut Hellmut Fischer, General Manager Ebiquity DACH, stieg auch die beim RTL-"Bachelor" platzierte Werbezeit um 32 Prozent an. Für Werbungtreibende sei das Format "nachhaltig attraktiv", was die Konstanz der Kunden in den Werbeblöcken unterstreiche. "Angesichts dieser Zahlen dürfte es für die konkurrierenden Sender in der Gegenprogrammierung schwer werden, mit anderen Formaten dagegen zu halten", prognostiziert der Manager des Media- und Marketingberatungsunternehmen.

Fischers Fazit: "RTL addiert neben dem Dschungelcamp mit 'Der Bachelor' ein weiteres solides Programmformat in einem attraktiven Sendezeitraum.“ 

Hier die Entwicklung der Erlöse des Formats über die Jahre hinweg:

Die Kurve zeigt weiter nach oben ...

Die Kurve zeigt weiter nach oben ...


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.