Nicht mal geschenkt – die ersten 55.000 Absagen an Gratis-"Bild"

Die Aktion "Alle gegen Bild" zieht eine erste Bilanz nach 24 Stunden. 55.000 Einsprüche gegen eine kostenlose "Bild"-Zeitung sind laut der Initiative am ersten Tag eingegangen.

Text: Franziska Mozart

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Die Aktion "Alle gegen Bild" feiert den ersten Erfolg nach 24 Stunden. 55.000 Einsprüche gegen eine kostenlose "Bild"-Zeitung sind laut der Initiative am ersten Tag eingegangen.

Springer plant zum 60-jährigen Bestehen der "Bild", am 23. Juni allen deutschen Haushalten eine Ausgabe der Zeitung schicken zu wollen. Die Auflage würde dann rund 41 Millionen Exemplare betragen. Allerdings ist die Jubiläums-Aktion bislang nur ein Plan, noch ist sie nicht finanziert.

Für die Initiative "Alle gegen Bild" und das Kampagnennetzwerk Campact, das die Initiative unterstützt, sind die Pläne aber ein willkommender Anlass, um "eine Diskussion über die fragwürdigen Methoden der 'Bild'-Zeitung anstoßen", wie es in einer Pressemittelung heißt. Susanne Jacoby von Campact will die Zeitung dazu bringen, sich künftig an den Pressekodex zu halten. "Keine andere Zeitung wird so oft vom Deutschen Presserat wegen Verstößen gegen den Pressekodex gerügt, wie die 'Bild'-Zeitung", sagt sie. "Indem die Menschen der Bild-Zeitung die Zustellung verweigern, zeigen sie sehr deutlich, was sie von diesen Methoden halten", so ihre Hoffnung.

Am 12. April hat die Initiative ihr Online-Formular geöffnet, mit dem sich jeder Teilnehmer gegen die Gratis-Zusendung der Zeitung aussprechen kann. Mit jeder Verweigerung wachse der logistische Aufwand für Springer, glauben die "Bild"-Gegner.


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