"Das!"-Interview :
Niggemeier zur Riemann-Diskussion: "Die falsche Debatte"

In einem doppelseitigen Beitrag im heutigen "Spiegel" drückt der Medienjournalist Stefan Niggemeier sein Bedauern darüber aus, mit seinem Zusammenschnitt aus der "Das!"-Sendung mit Katja Riemann die falsche Debatte angestoßen zu haben.

Text: Markus Weber

- 2 Kommentare

In einem doppelseitigen Beitrag im heutigen "Spiegel" (Ausgabe 13 v. 25.3.) drückt der Medienjournalist Stefan Niggemeier sein Bedauern darüber aus, mit seinem Zusammenschnitt aus der "Das!"-Sendung mit Katja Riemann eine völlig falsche Debatte angestoßen zu haben. Er habe nach Veröffentlichung des Videos höchstens mit einem "kleinen medialen Schluckauf" gerechnet, stattdessen habe er damit "einen gewaltigen und nicht enden wollenden Rülpser ausgelöst". Dies habe er weder gewollt noch kommen sehen.

Niggemeier schlägt sich in seinem Beitrag klar auf die Seite der Schauspielerin - so wie das die meisten seriösen Medien seit Aufflammen der Diskussion tun. Unter anderem beklagt er den "plastikhaften Fließbandwahnsinn, der da - nicht nur - an jedem Nachmittag und Vorabend in den vielfältig einfältigen dritten Programmen stattfindet".

W&V Online hat am vergangenen Freitag versucht, jenseits aller Empörungs- und Solidaritätsbekundungen in der Riemann-Debatte neue Denkanstöße zu geben (Kommentar "Wir sind Riemann": Warum wir alle aneinander vorbeireden).


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



2 Kommentare

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Anonymous User 2. April 2013

Und das war's jetzt, Herr Niggemeier?

War es nicht Ihr - sehr niederträchtig auslassender - Zusammenschnitt dieses Interviews, der diese Wellen hat in diese Richtung schlagen lassen?

Wer gibt Ihnen das Recht, so auf Leuten herumzutrampeln und vor allem: die Wahrheit so zu verfälschen?
Wie wäre es denn, wenn Sie selbst einmal etwas Bleibendes, Wertvolles für die Menschheit schaffen würden, aber dazu reicht es offensichtlich nicht, deshalb müssen Sie permanent Leute, die dieses versuchen, klein machen...

Leute wie Sie sind überflüssig wie ein Kropf. Und dann kommen gleich die ganzen Praktikanten in den online-Redaktionen, die bereitwillig auf Ihren Zug aufspringen und oft nicht einmal das Interview gesehen haben...

Wenn das die Zukunft des "Journalismus" ist, dann kann ich darauf gern verzichten!

Frau Riemann, weiter so! Ich habe das ganze Interview gesehen und bei den Fragen jeweils genau das gedacht, was Sie kurz darauf gesagt haben, und die gleichen Probleme mit den Fragen gehabt. Wie soll man in einer Vorabend-Serie einem Moderator mit gesundem Halbwissen in am liebsten 3 kurzen Sätzen Stanislawski + Strassberg erklären??? Das sprengt den Rahmen und interessiert das Publikum nicht im geringsten, da haben Sie völlig recht! Und wenn ich als Betriebswirt begreife, warum, dann wäre das doch von einem Moderator, der täglich Schauspieler interviewt, auch zu erwarten, oder?

Herr Quack, könnten Sie dazu (offizieller Kommentar NDR) bitte die Quelle angeben - danke?

Anonymous User 25. März 2013

Was alle Kommentatoren gerne übersehen ist dass der NDR bereits offiziell Stellung genommen hat. Frau Riemann kannte die Fragen, sie kannte den Einspieler, und sie kannte ihre *vorbereiteten* Antworten. Alles vorher abgesprochen. Damit entfällt jede Exculpation aus Gründen der Ahnungslosigkeit. Sie konnte einfach ihren Text nicht, ganz banal.

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