Gutachten :
Ökonomen fordern Werbeverbot für ARD und ZDF

Der wissenschaftliche Beirat des Bundesfinanzministeriums plädiert dafür, Etat und Programme der öffentlich-rechtlichen Sender massiv zu beschneiden. Der Deutsche Journalistenverband kritisiert den Vorschlag.

Text: Deutsche Presse-Agentur

- 8 Kommentare

Der wissenschaftliche Beirat des Bundesfinanzministeriums plädiert dafür, Etat und Programme der öffentlich-rechtlichen Sender massiv zu beschneiden. ARD und ZDF sollten künftig nur noch Leistungen erbringen, die bei privaten Sendern fehlten, empfehlen die Wirtschaftswissenschaftler und Steuerrechtler in einem aktuellen Gutachten. Auf Werbung und Sponsoring sollten die Öffentlich-Rechtlichen ihrer Ansicht nach ganz verzichten. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über das Papier berichtet.

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums wollte die kurz vor Weihnachten veröffentlichten Empfehlungen am Montag nicht kommentieren. Er sagte, das Gutachten zu Aufgabe und Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien sei nicht im Auftrag des Ministeriums erstellt worden: "Der wissenschaftliche Beirat sucht sich seine Themen selbst aus." Rundfunkpolitik fällt in Deutschland allerdings in die Zuständigkeit der Länder.
 
 Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisierte den Vorschlag, die Rundfunkanstalten auf eine "Lückenbüßerfunktion" zu reduzieren. Der DJV-Vorsitzende Michael Konken erklärte, das Gutachten ignoriere die "Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Meinungsvielfalt". Die Ökonomen hatten auch den nutzungsunabhängigen Rundfunkbeitrag kritisiert, der seit 2013 erhoben wird.


8 Kommentare

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Anonymous User 30. Dezember 2014

Lasst ihnen die Werbung und nehmt ihnen die GEZ!

Anonymous User 30. Dezember 2014

Die OR Rundfunk- und Fernsehanstalten sind ein nimmersatter Moloch, der sich an seinem politischen Selbstbedienungs-Bauchladen auf Kosten der Bürger (nicht Hörer!) bedienen kann wie er will! Hier wird nicht nach Qualität gefragt, sondern wichtig ist das verbriefte Recht der politischen Einflussnahme und gesellschaftlichen Beeinflussung. Denen sind auch die Quoten egal, denn die öffentlich-rechtlichen haben ja diese sogen. Informationspflicht!
Warum werden dann die guten, informativen und sozial- wie gesellschafts-kritischen Berichterstattungen nach hinten in die Nacht verlegt? -
Auch ohne Werbegelder haben diese Sender jährlich mehr Geld als notwendig, wenn sie einmal zum richtigen Haushalten gezwungen werden! Dafür wird dort ein Geld verdient wie selten in anderen Branchen! Nicht zu übersehen die Rückstellungen für die Pensionen! Bei den ÖR werden Pensionen von der Putzfrau bis zum Programmdirektor und den Aufsichtsratsmitgliedern geschaffen, die jeden ordentlich arbeitenden Bürger vor Neid erblassen lassen! Es soll doch niemand glauben, dass die politischen Mitglieder vom Ministerpräsidenten bis zum Landtagsab-geordneten, Landrat und Bürgermeister eine Ahnung von Medienpolitik und -haushalt haben? Hauptsache man hat dort seine politische Bühne! Dafür gibt es auch noch alle paar Jahre einen neuen Großbildschirm und eine HiFi-Anlage "leihweise" umsonst oben drauf! (zurückgegeben werden müssen diese nicht, da dann schon veraltet). Schließlich muss man sich ja über die Leistungen der ÖR aktuell informieren können. Wer eine Job bei den ÖR mit entsprechendem Parteibuch und guten Beziehungen ergattern kann, der hat es geschafft! Freie Autoren wüßten darüber zu berichten, wenn sie nicht von den Aufträgen der ÖR abhängig wären! In diesem Geflecht hat die Korruption nur eine anderen Namen und die Gesellschaft soll die Opfer bringen!
Fazit: ÖR ja, aber nicht zu den Bedingungen der Politik, sondern der Bürger! Aufsichtsratsmitglieder sind zu wählende Bürger und nicht die Politiker! Werbegeldeinnahmen ja, wenn diese mit dem Haushalt im Folgejahr verrechnet und dem Bürger gutgeschrieben werden!
Pensions- Rückstellungen und -zahlungen nur in Höhe der Renten wie diese jeder andere arbeitende Bürger erhält! Basta!!!

Anonymous User 30. Dezember 2014

Die Werbung in den ÖR ist doch noch ganz erträglich und wenn es die Gebühren niedrig(er) hält, kann ich damit leben. Allerdings könnte da der ein oder andere Spartensender mal eingemottet und die Kooperation zwischen den Landesmedienanstalten verbessert werden. Einsparpotentiale sind sicherlich da.

Anonymous User 30. Dezember 2014

Weshalb müssen die ÖR doppelt kassieren? Zum einen durch die Zwangsab-
gabe pro Haus halt, zum anderen durch Werbung.

Die massive Abzocke der Haushalte läßt bei dem billigen Programmangebot
mehr als genug übrig. Was kosten denn schon die am Fließband produzierten
Krimmis? Die langweilingen Kochshows und vieles mehr.

Wann veröffentlichen die ÖR ihre bilanzen für jeden Teilnehmer?

Anonymous User 30. Dezember 2014

Irgendwie begreife ich es nicht, inwiefern ein Werbeverbot die "Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Meinungsvielfalt" ignoriert? Könnte mich bitte jemand aufklären!

Anonymous User 30. Dezember 2014

Die ÖR-Fernsehsender sind doch zum Sprachrohr der Politik geworden. Schon die politische Besetzung von Intendanten und Chefredakteuren zeigt deutlich, was hier abläuft. Ist das Land rot regiert, gibt es einen roten Sender. Ist es schwarz regiert, einen schwarzen Sender. Und über allem wird die 'veröffentlichte Meinung' der Politik ausgebreitet.

Kein Tatort-Kommissar ohne soziale Probleme, kein Mörder ohne die Schuld der Gesellschaft und keine Natursendung ohne den Klimawandel. Die öffentliche Meinung weicht davon heftig ab.

Warum sind die privaten (RTL & Co.) so schlecht? Sie mussten ihr Niveau nur etwas besser halten, als das absinkende des ÖR.

Anonymous User 30. Dezember 2014

Wirtschaftslobbyisten empfehlen also, die Konkurrenz Ihrer Spezis/Geldgeber auszuschalten. Was für eine Überaschung!

Anonymous User 30. Dezember 2014

Ein Blick auf die Zahlen der GfK sagt doch alles.
Wir brauchen Das Erste, Das Zweite und Die Dritten.
Nur RTL und Sat 1 armes Deutschland, nein Danke!

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