UK-Zeitungsgigant Reach :
Print-Anzeigenerlöse fallen erneut um 20 Prozent

Durch die Übernahme des "Daily Express" und des "Daily Star" legte der Gesamtumsatz des größten britischen Zeitungsverlags jedoch um 21 Prozent zu.

Text: Franz Scheele

Reach (früher: Trinity Mirror), der größte britische Zeitungsverlag, meldet auch für das dritte Quartal dieses Jahres einen Rückgang bei den Print-Anzeigenerlösen um 20 Prozent. Bei den Vertriebserlösen verzeichnete der Verlag ein Minus von vier Prozent. Der Gesamtumsatz der Gruppe ging laut dem Quartalsbericht um sieben Prozent zurück, geht man bei der Umsatzentwicklung von identischen Faktoren (Like-for-like) für den Vergleichszeitraum aus.

Reach hatte im Februar dieses Jahres allerdings für 127 Millionen Pfund die Zeitungen Daily Express, Daily Star, Sunday Express und Daily Star Sunday vom Verlag Northern and Shell übernommen. Wird deren Umsatz mit eingerechnet, so legte der Gesamtumsatz der Gruppe um 21 Prozent zu.

Mit der Übernahme der Titel werden etwa 70 redaktionelle Arbeitsplätze abgebaut. Dies ist eine der Maßnahmen, durch die in diesem Jahr etwa zwei Millionen Pfund eingespart werden sollen. Bis zum Jahr 2020 sollen die Einsparungen sogar auf jährlich 20 Millionen Pfund steigen.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnet Reach mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 132,1 bis 133,9 Millionen Pfund. Im vergangenen Jahr waren es 122,5 Millionen Pfund.


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Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.