Einschaltquoten :
Promi-Darter Wiese lehrt Konkurrenzsender nicht das Fürchten

Fiction schlägt Show - das galt vor allem am Samstagabend. Der Sonntag war ein typischer mit einem dominanten "Tatort" und einer schwachen Sat.1-Show.

Text: W&V Redaktion

In der werberelevanten Zielgruppe lief Promi-Darts bei ProSieben am Samstag ganz gut.
In der werberelevanten Zielgruppe lief Promi-Darts bei ProSieben am Samstag ganz gut.

Fiction schlägt Show - das galt vor allem am Samstagabend. Solide lieferte der ZDF-Krimi "Ein starkes Team" 7,89 Millionen Menschen (23,3 Prozent) in der Samstags-Primetime. Die Konkurrenten setzten allesamt auf Shows: 5,05 Millionen (16,1 Prozent) lockte die ARD mit den "Schlagerchampions" und Florian Silbereisen. Der RTL-Klassiker "Deutschland sucht den Superstar" kam auf 4,22 Millionen (13,1 Prozent). Für Gesprächsstoff sorgte ProSieben mit der "Promi-Darts-WM 2017" - den Sieg von Ex-Fußballer und Neu-Wrestler Tim Wiese und Darts-Weltmeister Michael van Gerwen verfolgten 1,91 Millionen (7,7 Prozent). 

Damit aber wurde der Sender immerhin Zweiter, was die werberelevante Zielgruppe betrifft: Die schaute zwar noch lieber "DSDS" (2,19 Millionen Zuschauer, 20,7 Prozent Marktanteil), doch dahinter folgte schon die Darts-Show mit 1,24 Millionen 14- bis 49-Jährigen und damit 14,1 Prozent. Die Kritiker allerdings litten an diesem Samstag bei dem Format, das eine Quasi-Nachfolge der erfolgreichen Raab-Shows à la Wok-WM darstellen sollte. "SZ"-Kritiker Hans Hoff plädierte gar auf Schmerzensgeld für die Zuschauer dieser "Bierbauch-Games". Sport vermisste er ebenso wie professionelle Moderation (Joko Winterscheidt), Licht, Ton sowie Bildregie.

Noch weniger Begeisterung bei den Zuschauern entfachten aber die übrigen Sender: Vox erreichte mit dem Thriller "Unknown Identity" lediglich 1,69 Millionen (5,1 Prozent), den Animationsfilm "Home - ein smektakulärer Trip" wollten bei Sat.1 gar nur 1,56 Millionen (4,6 Prozent) sehen. Kabel eins strahlte die Krimiserie "Hawaii Five-0" aus - das schalteten 1,18 Millionen Zuschauer (3,5 Prozent) ein. 

Der Sonntag war ein typischer mit einem dominanten "Tatort" - und einer schwachen Sat.1-Show. Der Privatsender konnte mit seinem "Duell der Stars - Die Sat.1-Promiarena" nicht annähernd an die Erfolge anknüpfen, die es sonntagsabends mit "The Voice" gefeiert hatte. Gerade einmal 1,80 Millionen (5,0 Prozent) schauten zu. Das bügelte der Schwesterkanal ProSieben aus, der  mit dem Film "Kingsman: The Secret Service" achtbare 4,19 Millionen Menschen am Bildschirm hielt (11,7 Prozent).

Für den Der ARD-"Tatort" reichte es dennoch nicht: 8,33 Millionen Zuschauer verfolgten ab 20.15 Uhr den Krimi "Land in dieser Zeit" mit dem Frankfurter Kommissargespann, der Marktanteil betrug 21,9 Prozent. Zeitgleich brachte es im ZDF der Pilcher-Film "Wie von einem anderen Stern" 6,01 Millionen Zuschauer (15,8 Prozent). Die RTL-Komödie "Sex Tape" sahen 2,28 Millionen (6,2 Prozent), beim "Perfekten Dinner" auf Vox waren 1,87 Millionen Zuschauer (5,8 Prozent) dabei.

Spannend im Vorfeld des Super Bowl 2017: Die Playoffs bei ProSieben Maxx und Sat.1 laufen gut an. Das zweite Viertel der Partie zwischen den Miami Dolphins und Pittsburgh Steelers am Sonntagabend um 19.45 Uhr bei ProSieben Maxx verfolgten 0,44 Millionen Fernsehzuschauer, das vierte Viertel wurde von 0,46 Millionen Fernsehzuschauern gesehen. Was für ProSieben Maxx gute Zahlen sind, ist aber bei Sat.1 wohl zu wenig. Das Spiel der New York Giants gegen Green Bay Packers am späten Abend kam in der werberelevanten Zielgruppe aber immerhin auf 8,5 Prozent bis 11,7 Prozent Marktanteil. Insgesamt waren zunächst 0,91, am Ende noch 0,57 Millionen Zuschauer dabei. 

Im Durchschnitt liegt das ZDF seit Jahresbeginn unter den deutschen TV-Sendern mit einem Marktanteil von 14,8 Prozent vorne. Es folgt das Erste mit 10,5 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 8,9 Prozent. Dahinter liegen Sat.1 (6,6 Prozent), ProSieben (5,1 Prozent), Vox (5,0 Prozent), Kabel eins (3,6 Prozent), RTL II (3,1 Prozent), ZDFn Neo (2,1 Prozent) und Super RTL (1,8 Prozent).  (W&V Online/mit dpa)


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