Tour de France mit guten Quoten :
Radsport gewinnt Glaubwürdigkeit zurück

Zehn Jahre nach dem Tour-de-France-Ausstieg verzeichnet die ARD steigende Zuschauerzahlen. Auch Eurosport profitiert vom gestiegenen Interesse.

Text: W&V Redaktion

Die Tour de Fance feiert den Gesamtsieger Chris Froome auf Twitter.
Die Tour de Fance feiert den Gesamtsieger Chris Froome auf Twitter.

Die TV-Quoten der Tour de France sind im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent gestiegen. Die Fernsehübertragungen von der wichtigsten Radsport-Rundfahrt der Welt sahen bei der ARD im Durchschnitt 1,34 Millionen Menschen. Das ergab nach Angaben des Senders einen Marktanteil von 10,8 Prozent. Im Vorjahr betrugen die Vergleichszahlen 1,18 Millionen und 9,7 Prozent.

"Die Tour de France 2017 hat sich hinsichtlich der Zuschauerzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Er fand die "Tour in diesem Jahr sportlich so spannend wie schon lange nicht mehr". Gewonnen hat am 23. Juli Chris Froome (zum viertel Mal nach 2013, 2015 und 2016). 

Die Zuscahuerzahlen erfreuten auch die Fahrer. "Gestiegenes Interesse bei den TV-Zuschauern, das ist das Beste, was uns passieren konnte und ist auch ein Beweis für gestiegene Glaubwürdigkeit des Radsports an sich", sagte John Degenkolb.

2007 waren ARD und ZDF nach der positiven Dopingprobe von Patrik Sinkewitz mitten in der Tour aus der TV-Berichterstattung ausgestiegen. Die Verträge mit dem Veranstalter ASO zwangen die Sender in den Jahren danach dazu, weiter zu senden. Von 2012 an gab es in Deutschland drei Jahre lang bewegte Bilder nur bei Eurosport. 2015 stieg die ARD wieder ein.

Die Komplett-Übertragungen der Etappen haben beim Digitalkanal One weitere Zuschauer gefunden. 0,14 Millionen betrug der Durchschnittswert der drei Wochen nach 0,10 Millionen im Vorjahr, als der Sender noch Eins Festival hieß.

Auch Eurosport hat bei der Tour ein deutlich gestiegenes Zuschauerinteresse bemerkt. Der Spartensender erreichte in den ersten beiden Wochen einen Schnitt von rund 0,33 Millionen Zuschauer. Das ergibt laut Eurosport eine Steigerung gegenüber 2016 um 28 Prozent. (dpa)


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