RBB-Intendantin zweifelt an Zukunft von ARD Digitalkanal

Harte Worte: Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), plädiert dafür, den ARD-Digitalkanal abzuschaffen. Es fehle an Mitteln, sich richtig zu positionieren.

Text: Anja Janotta

02. Apr. 2012

Harte Worte: Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), plädiert dafür, den ARD-Digitalkanal abzuschaffen. EinsExtra habe sich mit seinem Nachrichtenangebot gut positioniert. Die Mittel allerdings reichten nicht aus, um EinsFesitval und EinsPlus "sehr gut aufzustellen", so Reim gegenüber dem Medienmagazin "Promedia". Sie sagte, es wäre besser, nur einen weiteren Kanal "zu profilieren".

Ihre Empfehlung: Die ARD-Intendanten sollten möglichst bald festlegen, "was wir mit unseren Digitalkanälen wollen, dort agieren, statt reagieren." Das Erste dürfe seinen Hauptauftrag nicht aus den Augen verlieren, deswegen müssten die Dritten Programme als Innovationsmotoren dienen, um jüngeres Publikum zu erreichen. Inhalte, die dort funktionierten, wären dann fürs Erste exportfähig.

Reim ist mit ihrer Meinung nicht allein: Medienpolitiker von Union und SPD haben sich bereits für einen Abbau der Digitalkanäle ausgesprochen. Die ARD argumentiert bisher, die laufenden Kosten der Digitalangebote würden durch interne Umschichtungen finanziert. dpa/aj


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Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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