Erneuter Vorabend-Flopp :
Sat.1 zieht die Reißleine – und schiebt "Mila" zu Sixx

Auch "Mila" kann den Sat.1-Vorabend nicht pimpen: Der Sender gibt den erfolglosen Daily-Versuch nach zwei Wochen auf. Sixx profitiert.

Text: Petra Schwegler

"Mila" muss nun doch aus dem Sat.1-Vorabend weichen: Nach zwei Wochen ohne Perspektive verschiebt der Münchner Privatsender die erfolglose Daily zu Sixx. Wie Sat.1 am Freitag mitteilt, soll die UFA-Serial-Drama-Produktion ab 26. September in der Primetime beim kleinen Schwestersender zu sehen sein. Der für Frauen konfigurierte Kanal zeigt dann jeweils samstags ab 20.15 Uhr fünf Folgen am Stück. Sat.1 ersetzt "Mila" ab kommenden Montag, 21. September, um 19.00 Uhr durch Krimi-Folgen des 2014 gestarteten Daily Dramas "In Gefahr". Das Magazin "Unser Tag" - bisher werktags im Anschluss an "Mila" ab 19.30 Uhr ebenso glücklos - entfällt.

"Mila", seit 7. September im Programm, entwickelte sich rasch zum Problem: Schon die Premiere fiel flau aus, die Zuschauer fanden auch nach über einer Woche nicht zum Format. In dieser Woche kamen kaum noch 700.000 Zuschauer zusammen, der Gesamtmarktanteil bewegte sich um die 3,5 Prozent für die Geschichten einer jungen Frau auf der Suche nach Mr. Right, gespielt von Susan Sideropoulos. Nur fünf Prozent der werberelevanten  14-bis 49-Jährigen schalteten am Vorabend "Mila" ein. Da half auch nicht, dass sich der Sender auf einen "Marathon" mit der Reihe einstellte und der Serie Zeit geben wollte. Mit "Mila" muss der Sender schon den zweiten Vorabend-Flopp dieses Jahres verdauen; das TV-Experiment "Newtopia" beendete Sat.1 vorzeitig.

Noch eine Reißleine wird gezogen: Weichen muss beim Sender die neue Serie "Frauenherzen", die ebenfalls vergangene Woche startete. Sat.1 zeigt dafür ab Dienstag, 22. September auf dem Sendeplatz um 20.15 Uhr Doppelfolgen der zweiten Staffel der Krimi-Serie "Josephine Klick - Allein unter Cops". Für "Frauenherzen" werde ein neuer Sendeplatz gefunden, heißt es. "Josephine Klick" - vergangene Woche im Anschluss an "Frauenherzen" auch eher schwach eingestartet - soll nun zur Hauptsendezeit punkten.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.