Branchennews in Kürze :
Schweglers Mediennotizen

"Berliner Verlag" mit DuMont-Spardiktat, ZDF mit Quotenhoch, RTL mit realer Crime-Show, ProSieben mit Programmnachschub, Neues vom Rundfunkbeitrag.

Text: Petra Schwegler

Berliner Verlag. Dort plant DuMont laut "Zeit" einen umfassenden Umbau – und greift damit offenbar noch härter in die Strukturen ein, als neulich mit Bekanntwerden möglicher Stellenabbauten bei den Hamburger DuMont-Kollegen der "Mopo" angedeutet wurde. Der Wochenzeitung zufolge soll die "Berliner Zeitung" als lokaler Titel auf einzelne Berliner Stadtteile zugeschnitten und von der Redaktion des Boulevardblatts "Berliner Kurier" erstellt werden. Dabei würde von 160 Mitarbeitern der beiden Zeitungen etwa ein Drittel ihren Job verlieren. Kommende Woche, am 26. und 27. Oktober, will DuMont offenbar die Pläne öffentlich machen.

ZDF. Gegen den Sender und die Champions League hatte die übrige TV-Konkurrenz keine Chance: Am Mittwochabend verfolgten ab 20.45 Uhr 7,91 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren im Zweiten, wie der FC Bayern München den PSV Eindhoven klar mit 4:1 besiegte. Das war ein Gesamtmarktanteil von 26,2 Prozent und mit Abstand der beste Wert des Tages.
Das TV-Drama "Hirngespinster" mit Tobias Moretti im Ersten interessierte ab 20.15 Uhr nur 2,94 Millionen Gesamtzuschauer (9,3 Prozent). Die Comedy auf RTL "Mario Barth deckt auf" sahen zeitgleich 3,27 Millionen Fans ab 3 Jahren (10,6 Prozent). Unternehmensangaben.

RTL. Probiert ab 1. Dezember etwas Neues am Action-Donnerstag – und mixt in "Schnapp dir das Geld" zwei Kandidaten, einen Koffer mit 30.000 Euro und nur eine Stunde Zeit, um das perfekte Versteck dafür zu finden. Wenn vier professionelle Ermittler den Geldkoffer nicht innerhalb von 30 Stunden finden, dürfen die Kandidaten das Geld behalten. Die vier Folgen mit Annett Möller sind jeweils donnerstags ab 22.15 Uhr zu sehen.
RTL nennt den Neustart eine "ultimative reale Crime-Show, in der normale Menschen gegen professionelle Ermittler und Kriminalbeamte antreten".Unternehmensangaben.

ARD/ZDF. Zeigen bis 2021 über 200 Ski-Weltcup-Veranstaltungen. Die öffentlich-rechtlichen Sender einigten sich nach eigenen Angaben auf einen entsprechenden neuen Vertrag mit Infront, Vermarkteragentur des Weltverbandes FIS. Die Übereinkunft umfasst Veranstaltungen in den Disziplinen Ski alpin, Skisprung, Langlauf, Nordische Kombination, Freestyle, Ski Cross und Snowboard.
Zu den deutschen Rechten gehören auch entsprechende Online- und Mobilnutzungsrechte. Unternehmensangaben.

ProSieben a). Gibt Enissa Amani eine neue Chance. Sie ist am 1. Dezember erstmals in der Comedy-Show "'Nissa - Geschichten aus dem Leben" beim Münchner Sender zu sehen. Dabei verbindet sie ab 22.30 Uhr Stand-up-Elemente mit Sketch-Comedy-Stücken und erzählt Geschichten aus ihrem Leben. An ihrer Seite sind Schauspielerinnen wie Nora Tschirner, die in die Rolle von Enissas bester Freundin schlüpft, und Sabine Vitua ("Pastewka") als Enissas Psychotherapeutin. 
Die zweite Ausgabe ist für den 8. Dezember geplant. Produziert wird die Show am 15. November im Kölner "Gloria"-Theater von Endemol Shine Germany.
Ihren Sendeplatz am Montagabend musste Amani wegen Quotenschwäche wieder räumen. Unternehmensangaben.

ProSieben b). Hat die Tänzer für den Show-Neustart "Deutschland tanzt" beisammen. Oliver Pocher tanzt für Niedersachsen, Avelina Boateng für Berlin und Janin Ullmann für Thüringen. Hinzu kommen Shermine Shahrivar für NRW, Magdalena Brzeska für Baden-Württemberg, Fernanda Brandao für Hamburg, Kassandra Wedel für Bayern, Elisabeth Brück für das Saarland, Friedrich Liechtenstein für Brandenburg und Taynara Wolf für Hessen. Moderatorin Lena Gercke führt ab Samstag, 12. November in drei Live-Shows durch "Deutschland tanzt". Unternehmensangaben.

Rundfunkbeitrag. Davon kann man sich nicht allein aus religiösen Gründen befreien lassen. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Neustadt hervor. Damit wiesen die Richter die Klage eines Pastors einer freikirchlichen Gemeinde ab (Az.: 5 K 145/15.NW). Er hatte argumentiert, ein Großteil des öffentlich-rechtlichen Programms zeige einen aus biblisch-christlicher Sicht nicht akzeptablen, gottlosen, unmoralischen und zerstörerischen Lebensstil. Es könne ihm nicht zugemutet werden, dies mitzufinanzieren. Via dpa.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


403 Forbidden

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Wir sind gleich wieder für Sie da!