Branchennews in Kürze :
Schweglers Mediennotizen

Best-Ager-Zeitschrift "Schöne Jahre" startet, Springer verleiht "Paid Content Award" und verkauft Immobilien, ARD siegt, Turner dreht.

Text: Petra Schwegler

"Schöne Jahre". Bringt die Deutsche Seniorenwerbung in diesem Jahr als Printmagazin des gleichnamigen Onlineportals heraus. Untertitel: "Das Leben genießen". Die neue Zeitschrift richtet sich an die Generation 50plus mit Artikel aus den Bereichen Gesundheit, Lifestyle, Kochen und Genießen, Reisen sowie Unterhaltung. Eine Ratgeber-Rubrik gibt soll für Tipps für den Alltag der Best Ager sorgen.
Hinter dem Vorhaben steht Mohammadi Akhabach, CEO und Gründer der Deutschen Seniorenwerbung. "Schöne Jahre" wird mit einem Umfang von 48 Seiten und in einer Druckauflage von 70.000 Exemplaren starten. Geplant sind für dieses Jahr zunächst eine Frühjahr/Sommer-Ausgabe und eine Herbst/Winter-Ausgabe.
Verteilt wird der Anzeigen-finanzierte Printneustart über bundesweite Sampling-Aktionen, bei denen die Zielgruppe das Magazin persönlich und kostenlos überreicht bekommen soll. Unternehmensangaben. 

Springer I. Veranstaltete zum 4. Mal den "International Paid Content Summit" - und weiß nun dank einer Umfrage unter den anwesenden Teilnehmern: Bezahlangebote sind insgesamt auf dem Vormarsch. 74 Prozent der Befragten nehmen demnach wahr, dass die Akzeptanz fürs Zahlen im Netz weiter steigt (Vorjahr: 57 Prozent).
Erstmalig wurde in diesem Jahr der "Paid Content Award" verliehen – für "herausragende Leistungen im Bereich der digitalen Bezahlangebote". Er ging ans "Wall Street Journal" als einen "der Pioniere im Bereich Paid Content". Von der Jury heißt es zur Begründung: "Die Einführung eines neuen nutzerzentrierten Bezahlmodells führte zu beeindruckenden Zuwachsraten bei den Digital-Abos."  Unternehmensangaben. 

Springer II. Verkauft zwei Bürogebäude im Berliner Zeitungsviertel. Das Medienunternehmen werde die Passage an der Markgrafenstraße und den noch nicht fertiggestellten Bau des Stararchitekten Rem Koolhaas anschließend langfristig weiter als Mieter nutzen, bestätigte eine Verlagssprecherin.
Die beiden traditionsreichen Hochhaustürme direkt am Verlauf der ehemaligen Berliner Mauer blieben als Stammhaus weiter in Springer-Besitz. Via dpa. 

ARD. Siegt am Mittwochabend dank Fußball. Und Dortmund besiegt die Bayern – nach Marktanteilen. Die Live-Übertragung des lange Zeit offenen Achtelfinalspiels im DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC ab 20.45 Uhr verfolgten am Mittwoch 7,14 Millionen Menschen ab 3 Jahren im Ersten. Der Gesamtmarktanteil lag bei 25,4 Prozent. Erst im Elfmeterkrimi siegte Dortmund mit 3:2.
Die Einschaltquote war damit noch einiges besser als am Abend zuvor beim 1:0-Sieg des FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg, als ebenfalls im Ersten 6,78 Millionen Zuschauer (21,8 Prozent) eingeschaltet hatten.  Unternehmensangaben. 

UFA Serial Drama. Dorthin wechselt Christoph Knechtel, Produzent bei Constantin Entertainment ("Richter Alexander Hold", "Lenßen & Partner"), zum 1. März. Zukünftig wird er bei der UFA-Firma neue Projekte verantworten und das Geschäftsfeld Light Fiction weiter ausbauen.  Unternehmensangaben. 

High View. Bei der Senderfamilie übernimmt Stephan Schwarzer die Programmleitung der Musiksender. Dazu gehören im Free-TV Deluxe Music und die Abosender Jukebox sowie RCK.TV. Schwarzer wird die Bereiche Musikredaktion, Content, Programming und On Air verantworten. In seiner Funktion berichtet er an Ulrike Unseld, die bei High View das Musikportfolio sowie die Vermarktung verantwortet.
Schwarzer hat seine Karriere bei Viva/Viva Zwei begonnen. Bis 2012 wirkte er in unterschiedlichen Positionen für die Viacom-Sender MTV, Viva und Comedy Central. Nach einem Ausflug zu Turner Broadcasting nach München arbeitete Schwarzer zuletzt als freier Berater für mehrere internationale Medienkonzerne. Unternehmensangaben.

Turner Deutschland. Der Pay-TV-Anbieter plant eine "schwarzhumorige Miniserie". "Arthurs Gesetz" mit dem aus dem Münster-"Tatort" bekannten Jan Josef Liefers in der Hauptrolle soll in Zusammenarbeit mit der Good Friends Filmproduktions GmbH entstehen. Der Arbeitslose Arthur Ahnepol, ein wahrer Pechvogel, tritt darin eine Lawine desaströser Ereignisse los.
Der Beginn der Dreharbeiten zu "Arthurs Gesetz" ist noch für dieses Jahr geplant, die Ausstrahlung für 2018. Die aus sechs einstündigen Episoden bestehende Comedy sei die erste fiktionale Eigenproduktion für den Comedy-Sender von Turner Deutschland, wie es heißt.
Zuvor produzierte Turner in Deutschland die Serien "Add a Friend" und "Weinberg" sowie jüngst "4 Blocks" für den Schwestersender TNT Serie. Unternehmensangaben. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.