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Schweglers Mediennotizen

Startschuss für den Deutschen Radiopreis 2017, Daniel Drepper macht Buzzfeed, März-Marktanteile, UKW will geregelt sein, Anzeigenblätter trotz Plus mit Sorgen.

Text: Petra Schwegler

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Deutscher Radiopreis 2017. Der Wettbewerb geht in die achte Runde. Ab Samstag, 1. April, können wieder alle deutschen Hörfunksender ihre besten Protagonisten und Produktionen in elf Kategorien ins Rennen schicken. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai.
Die Gewinner werden am Donnerstag, 7. September, in Hamburg von prominenten Laudatoren gekürt. Die Galaveranstaltung findet 2017 erstmals in der Hamburger Elbphilharmonie statt und wird auch diesmal bundesweit im Radio, im Fernsehen und im Internet ausgestrahlt.
Stifter des Deutschen Radiopreises sind erneut die Hörfunkprogramme der ARD, das Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Zu den Kooperationspartnern zählen das Grimme-Institut, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Gattungsinitiative Radiozentrale sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung liegt beim NDR.
Weitere Informationen finden sich hierUnternehmensangaben.

Buzzfeed Deutschland. Bekommt mit Daniel Drepper einen neuen Chefredakteur. Der Mitbegründer des Recherchezentrums Correctiv übernimmt diese Aufgabe am 1. April. Bislang habe sich der deutsche Ableger des US-Portals in Berlin vor allem auf Entertainment konzentriert, sagte der 31-jährige Journalist, der 2013 mit dem Wächterpreis der Drepper kündigte an, eng mit den "Buzzfeed"-Chefredakteuren in London, Janine Gibson, und Paris, Cecile Dehesdin, zusammenzuarbeiten.
Nach dem Abgang von Chefredakteurin Juliane Leopold Anfang vergangenen Jahres hat Sebastian Fiebrig Buzzfeed Deutschland geleitet. Fiebrig bleibt verantwortlich für das Entertainment-Team. Via dpa.

Marktanteile. Das ZDF blieb auch im TV-Monat März an der Spitze der Fernsehsender - das Erste und RTL konnten den Abstand jedoch ein wenig verkürzen. Das Zweite kam auf 13,0 Prozent Gesamtmarktanteil nach 13,3 Prozent im Februar, das Erste verbesserte sich auf 12,1 Prozent (11,8 Prozent) und RTL auf 9,2 Prozent (8,8 Prozent). Die Berechnungen der GfK-Fernsehforschung in Nürnberg reichen bis zum 30. März einschließlich.
Auf dem vierten Platz folgte Sat.1 mit 7,0 (7,1 Prozent). Auf dem fünften Rang lag Vox mit 5,4 Prozent (5,3 Prozent) vor ProSieben mit 4,7 Prozent (4,5 Prozent). Kabel eins brachte es auf 3,4 Prozent (wie im Vormonat), RTL II verharrte auf 3,2 Prozent (3,1 Prozent), ZDFneo hatte 2,8 Prozent (2,7 Prozent), und Super RTL verbuchte 1,7 Prozent (1,6 Prozent). Die dritten ARD-Programme erzielten zusammengerechnet einen Marktanteil von 12,5 Prozent (13,2 Prozent). Unternehmensangaben/dpa.

UKW. Für den zukünftig diskriminierungsfreien Zugang zur bundesweiten Antennen-Infrastruktur auch nach dem Verkauf durch Media Broadcast machen sich Radioverbände und Sendernetzbetreiber stark. APR, AMS, Divicon, Sendernetzbetrieb Baden-Württemberg, Uplink, und VPRT haben sich auf die "Frankfurter Erklärung" geeinigt. Zumal Senderbetreiber und Programmveranstalter die Netze kaufen und damit als Bieter in Konkurrenz treten könnten.
In der Erklärung heißt es nun: "Die Unterzeichner erklären vorbehaltlich einer Konsultation und Abstimmung mit der zuständigen Kartellbehörde, jedem Betreiber, der ein Hörfunkprogramm abstrahlt, diskriminierungsfreien Zugang zur eigenen UKW-Infrastruktur einzuräumen." Unternehmensangaben.

ProSieben. Blickt zufrieden auf die Performance von "GNTM" beim werberelevanten Publikum. 18 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauer schauten sich am Donnerstagabend das Shooting der Juroren Michael Michalsky und Thomas Hayo gemeinsam mit ihren Models an.
Die Quoten für die aktuelle Staffel "Germany's next Topmodel - by Heidi Klum" steigen damit weiter, mit 2,6 Millionen Gesamtzuschauern kann der Sender auch im Komplettvergleich zufrieden sein. Unternehmensangaben.

BVDA. Meldet, dass der Umsatz der deutschen Anzeigenblätter 2016 um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Der Netto-Werbeumsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr beläuft sich demnach auf 1,92 Milliarden Euro. Laut BVDA-Geschäftsführer Jörg Eggers ist das Umsatzplus größtenteils auf einen Zuwachs bei den Beilagen zurückzuführen. Die wöchentliche Gesamtauflage geht um 2,3 Prozent leicht zurück und liegt nun bei 86,9 Millionen Exemplaren.
Sorgen machen der Branche nach eigenen Angaben die hohen Kostensteigerungen durch den Mindestlohn. Oftmals seien die Kostensteigerungen sogar höher als die Umsatzgewinne. Unternehmensangaben.

RTL. Blickt am Ende der aktuellen Runde der Donnerstags-Reihe "Der Lehrer" schon zuversichtlich zur nächsten Staffel der erfolgreichen Serien-Eigenproduktion: 

More Marketing. Den Hamburger Audio-Vermarkter verlässt Gunnar Lahmann, Bereichsleiter Marketing und Kommunikation. Der 44-Jährige geht zum 31. März, um sich selbständig zu machen.
Als Digital-Marketingconsultant mit der neu gegründeten Firma "Der rosa Elefant" bleibt Lahmann nach Unternehmensangaben More und Radio Hamburg als Berater für die digitale Ausrichtung der Unternehmen verbunden. Außerdem will er sich dem Projekt "E-Learning für Kinder" widmen. Unternehmensangaben.

ARD. Verkündet einen neuen Marktanteilsrekord fürs Vorabendquiz "Gefragt - Gejagt". 16,3 Prozent der Zuschauer ab 3 Jahren haben am Donnerstag das Hochgeschwindigkeitsquiz mit Moderator Alexander Bommes verfolgt. 2,51 Millionen Zuschauer insgesamt kamen zusammen. Unternehmensangaben.

Extra 3. Das Satire-Team des NDR hat auch etwas zum Wechsel von DVB-T zu DVB-T2 HD zu sagen ...


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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