Smart-TV: Interaktive Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft

Internetfähige Fernsehgeräte verbreiten sich zunehmend. Aber nur wenige nutzen die Möglichkeiten des Netzzugangs via TV und wollen sich lieber passiv berieseln lassen.

Text: Uli Busch

05. Jun. 2012

Internetfähige Fernsehgeräte verbreiten sich zunehmend. Schon ein Viertel der deutschen Online-Nutzer haben einen solchen Fernseher daheim stehen. Allerdings wird der Netzzugang nicht von allen genutzt: Nur 17 Prozent geben in einer Smart-TV-Studie der Frankfurter Agentur Mindshare an, diese Möglichkeit auch zu verwenden. Viele sehen es offensichtlich als Zusatzfeature, das aber nicht kaufentscheidend ist.

Interessant für diejenigen, die sich auf Smart-TV einlassen, sind vor allem Fernseh-nahe Angebote, wie etwa Infos zum laufenden Programm (57 Prozent) und zum Abruf von Internet-Videos (51 Prozent). Auch zur Information über aktuelle Nachrichten setzen es viele ein (59 Prozent). Interaktive Features werden häufig gewünscht, aber letztlich doch nicht so oft genutzt: Online-Shopping und -Banking, E- Mails und Soziale Netzwerke spielen mit Werten zwischen 18 und 26 Prozent nur eine untergeordnete Rolle bei der Internetnutzung über das TV-Gerät. Vielen ist der Webgang über die TV-Fernbedienung auch einfach zu umständlich und zu anstrengend: "Beim Fernsehen möchte ich nichts anderes tun", sagen 69 Prozent aller Onliner und 65 Prozent der Smart-TV-Nutzer.


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