Verlagsneubau :
So wird die taz künftig hausen

Das Schweizer Architekturbüro E2A baut das neue "taz"-Haus. Im Hausblog stellt das Blatt den mitfinanzierenden Genossen alle Vorschläge vor.

Text: Petra Schwegler

Das neue "taz"-Haus in Berlin nimmt Formen an: Entschieden ist, dass das Schweizer Architekturbüro E2A von Piet Eckert und Wim Eckert den neuen Sitz der Tageszeitung bauen wird. Im "taz-Hausblog" stellt das Team nun alle 25 Vorschläge vor, die im April aus mehr als 300 Bewerbungen ausgewählt worden sind. Der Siegerentwurf von E2A kommt mit viel Glas daher und bezieht die Nachbarschaft in der Friedrichstraße - das Jüdische Museum und das neue Quartier rund um die ehemalige Blumengroßmarkthalle – in das neue taz-Haus mit ein. 19,937 Millionen Euro soll der Neubau kosten, über neun Millionen Euro an geplanten Bauausgaben stammen aus dem Genossenschaftskapital der "taz". Gebaut wird ab 2015.

Gemeinsam haben alle 25 Entwürfe für das neue taz-Haus: Sie nehmen sich im Vergleich zum geplanten Neubau für Digitales bei Springer fast schon bescheiden aus. Der Medienkonzern hat im Frühjahr den niederländischen Architekten Rem Koolhaas (OMA) beauftragt, das neue Verlagshaus zu gestalten – mit einem über 30 Meter hohen Atrium, das sich zum bestehenden Axel-Springer-Haus hin öffnet.

Im neuen taz-Haus sollen Redaktion und Verlag von 2017 an arbeiten. Der Bauplatz liegt im Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg, einen Steinwurf vom derzeitigen Standort in der Rudi-Dutschke-Straße am Checkpoint Charlie entfernt.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.