Spaniens "El País" will den deutschen Zeitungsmarkt aufrollen

"El-País“-Autoren wie Mario Vargas Llosa sollen in Deutschland eine breitere Leserschaft finden. Dafür soll der neue Vertriebspartner IPS sorgen.

Text: Petra Schwegler

01. Aug. 2012

Ab sofort betreut die IPS Pressevertrieb GmbH die spanische Tageszeitung "El País“ im deutschen Einzelverkauf. Damit einher geht das Vorhaben, die Präsenz von Spaniens größter Zeitung in Deutschland weiter auszubauen: Der Herausgeber, die Mediengruppe Prisa, hat längst die wachsende Zahl von Spaniern registriert, die in Berlin und anderen deutschen Städten leben. "El País“ gilt darüber hinaus  in Deutschland als Pflichtlektüre für spanische Touristen und Geschäftsreisende, die über Ereignisse zu Hause informiert bleiben möchten. Hinzu kommen all jene deutschen Leser, die ihre guten Spanischkenntnisse aufpolieren wollen.  "El País“ ist hierzulande bundesweit montags bis samstags für 2,20 Euro im Handel erhältlich. Die dickere Sonntagsausgabe kostet 3,40 Euro.

Die Zeitung wird herausgegeben von der Mediengruppe Prisa in Madrid. Die Auflage von "El País“ liegt  durchschnittlich bei 365.117 Exemplaren (2011). Das Blatt ist damit auch die größte Tageszeitung Spaniens. Die Geschichte von „El País“ ist eng verknüpft mit der spanischen Demokratie. Die erste Ausgabe erschien im Mai 1976, rund ein halbes Jahr nach dem Tod des Diktators Franco. Die Zeitung gilt als linksliberal; zu ihren Autoren zählen weltweit bekannte Publizisten und Schriftsteller wie Antonio Muñoz Molina, Javier Marías und Mario Vargas Llosa. Als eine der ersten spanischen Zeitungen entwickelte "El País“ Supplements für ihre Leser: Der Zeitung liegen regelmäßig TV-Programme, Jugendhefte, Fashion-, Kultur- und Wissensmagazine bei.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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