Axel Springer Bilanz :
Springer wächst mit Vermittlungsportalen

Der Medienkonzern Axel Springer steigert seinen Umsatz. Aber nicht mit journalistischen Angeboten.

Text: W&V Redaktion

Aus der Zentrale von Axel Springer kommen beruhigende Zahlen.
Aus der Zentrale von Axel Springer kommen beruhigende Zahlen.

Der Medienkonzern Axel Springer steigert seinen Umsatz. Aber nicht mit journalistischen Angeboten. Das Wachstum im dritten Quartal geht vor allem auf das starke Geschäft mit Onlineportalen zur Vermittlung von Immobilien oder Arbeitsplätzen zurück. Hier stieg der Umsatz erneut zweistellig, während andere Bereiche mit sinkenden Erlösen kämpften. Die Rubrikenangebote machten 17,8 Prozent mehr Umsatz (645 Mio. Euro; Vorjahr: 547,5 Mio.).

Konzernweit sei der Umsatz um knapp ein Prozent auf 801,5 Millionen Euro gestiegen. Der Anteil der Erlöse, die das Unternehmen mit digitalen Angeboten erwirtschaftete, stieg auf 67 Prozent (Vorjahr: 61,2). Sogar satte 85 Prozent trugen die Digitalangebote zu den Werbeerlösen bei.

Paid Content zeigt Potenzial

Dabei entwickelt sich auch Paid Content offenbar zufriedenstellend, für die Digitalabos von "Bild" und "Welt" verkündet der Medienkonzern einen Anstieg um 14,3 Prozent auf zusammen 414.272 (IVW Paid Content 9/16). Der Umsatzrückgang für die Bezahlangebote im dritten Quartal um 4,9 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,13 Mrd.) sei auf Entkonsolidierung der Aktivitäten in der Schweiz zurückzuführen. Bereinigt blieben die Erlöse nahezu stabil (-0,1 Prozent).

Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg um 13 Prozent auf 146,1 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Gewinn um 36 Prozent auf 88,3 Millionen Euro zurück, unter anderem wegen höherer Steuern und Abschreibungen. Das Ergebnis liegt insgesamt im Rahmen der Analystenerwartungen.

Der Konzernumsatz stieg trotz erheblicher Entkonsolidierungseffekte um 0,6 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,37 Mrd.). Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte erhöhte sich der Konzernumsatz um 4,7 Prozent.

Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs bestätigt der Vorstand die mit der Vorlage des Halbjahresberichts präzisierte Prognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet einen Konzernumsatz etwa auf dem Niveau des Vorjahres sowie einen Anstieg des Ebitda  im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. (sh/mit dpa)


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