Vorkötter weg, "Tagesspiegel" rückt näher: Es brodelt wieder im DuMont-Reich

DuMont kommt nicht zur Ruhe: Angeblich soll Uwe Vorkötter seinen Posten als Chefredakteur der "Berliner Zeitung" und der "Frankfurter Rundschau" räumen. Zudem kursieren Gerüchte,  wonach der Berliner Verlag sowie der "Tagesspiegel“-Verlag zusammenrücken wollen.

Text: Gregory Lipinski

31. May. 2012

Der angeschlagene Berliner Verlag kommt nicht zur Ruhe. Angeblich soll Uwe Vorkötter seinen Posten als Chefredakteur der "Berliner Zeitung" und der "Frankfurter Rundschau" räumen; so schreibt es "Kress". Zudem kursieren Gerüchte,  wonach der Berliner Verlag sowie der "Tagesspiegel“-Verlag zusammenrücken wollen. Beide Medienhäuser loten angeblich seit geraumer Zeit Kooperationsmöglichkeiten aus, um die Ertragslage der Unternehmen auf dem harten Berliner Zeitungsmarkt zu verbessern.

Nach Informationen von W&V Online prüfen die Printhäuser, ihre beiden Stadtmagazine "Tip“ und "Zitty“ zusammen zu produzieren. Im Gespräch ist, dass künftig zwölf Seiten gemeinsam erstellt werden soll. Doch das ist angeblich nicht alles. Gerüchten zufolge wollen beide Berliner Verlage noch tiefgreifender zusammenarbeiten. Am Freitag will die Geschäftsführung angeblich die Redaktion des Berliner Verlags über die Maßnahmen informieren, heißt es in Unternehmenskreisen.

Auf der Agenda soll aber auch die Personalie Uwe Vorkötter stehen. Der angesehene Journalist,  der vor einigen Jahren sogar als Chefredakteur des "Spiegels" im Gespräch gewesen ist, soll die Chefredaktion des "Berliner Zeitung" sowie der "Frankfurter Rundschau" räumen. Brigitte Fehrle, die bereits dem Chefredakteursgremium beiden Zeitungen angehört, soll hingegen an die Spitze der "Berliner Zeitung" treten. Wer Vorkötter bei der "Frankfurter Rundschau" folgt, ist hingegen noch unklar. Beide Zeitungen gehören dem Kölner Verlagshaus M.DuMont Schauberg. Ein MDS-Sprecher will sich zu den Personalspekulationen sowie den Kooperationsgerüchten nicht äußern. Der Tagesspiegel ist für eine Stellungnahme nicht zu erreichen gewesen.

Eine weitreichende Kooperation oder sogar Fusion von "Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" wurde vor Jahren vom Bundeskartellamt in die Schranken verwiesen. Die Bonner Wettbewerbsbehörde hatte 2002 dem Holtzbrinck-Verlag untersagt, den Berliner Verlag zu übernehmen, da es hierdurch auf dem Lesermarkt für regionale Abonnement-Tageszeitungen in Berlin zu einer marktbeherrschenden Stellung gekommen wäre.


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