Vox und der fehlende Live-Charakter bei "Das perfekte Model"

Als Vox am Dienstagabend das Finale von seiner Model-Castingshow ausstrahlte, stand die Siegerin schon seit vier Tagen fest. Vielleicht liegt auch darin eine Schwäche des Konzepts...

Text: Julia Kloft

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Die Quote von "Das perfekte Model" war für den Sender Vox von Beginn an unterdurchschnittlich, doch das Finale bricht mit nur 4,6 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielruppe noch einmal den bisherigen Negativ-Rekord von 5,9 Prozent. Vielleicht ist die Tatsache, dass nur 520.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren die Kür der Model-Siegerin sehen wollten, auch darauf zurückzuführen, dass diese schon vor Dienstagabend feststand: Das Finale war - anders als etwa bei "Germany's next Topmodel" - nicht live übertragen, sondern bereits vergangenen Freitagabend in Paris aufgezeichnet worden.

Die Frist für die Zuschauer, per Anruf über die Gewinnerin abzustimmen, hat bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag geendet. Selbst wenn ProSiebens Model-Showfinale und vor allem Heidi Klums Live-Moderation von allen Seiten stark kritisiert werden - für eine Castingshow dürfte der Live-Charakter am Ende der Staffel wesentlich zu Spannung beitragen. Der Name des Vox-Siegermodels lief - wenn auch mit Sperrfrist - bereits am Dienstagnachmittag über die Agenturticker. Das Klatschmagazin "In" bringt schon in ihrer aktuellen Ausgabe am Donnerstag ein Interview mit Gewinnerin Anika Scheibe. So etwas merkt der Zuschauer.

Ob die Sendung fortgesetzt wird, ist bei Vox nocht nicht entschieden. Über eine etwas höhere Finale-Quote hätte man sich gefreut, räumt eine Sprecherin ein. Zunächst beginne jedoch nun die Analyse der Show.


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