Achtung, Satire! :
W&V-Jahresvorschau: Was passiert 2016?

Ströer, "Der Prokrastinast", "GNTM" und Apple: W&V Online rechnet hier nach investigativer Recherche mit News für den Jahresstart 2016.

Text: Petra Schwegler

Was bringt uns das neue Jahr? W&V Online rechnet nach investigativer Recherche mit folgenden News für die ersten vier Monate ...

Januar
Ströer kauft und kauft und kauft. Der Außenwerber besinnt sich nach einem Jahr, in dem er sich die Marktführerschaft in der digitalen Vermarktung, den Zugriff auf Big Data und das Netflix der Statistik gesichert hat, wieder auf seine Wurzeln: CEO Udo Müller shoppt Betongold. Die Kölner beflügeln den Immobilienmarkt in deutschen Ballungsräumen auf der Suche nach riesigen Wänden für Außenwerbung. Praktischer Nebeneffekt: Ströer wird einer der größten Vermieter der Republik. Und mischt bei AirBnB mit.

Februar
Immer spitzer werden die Nischen, die neue Printmagazine für sich erschließen. Per Crowdfunding sammeln junge Schreibwillige nun für den geplanten Neustart "Der Prokrastinast". Viele potenzielle Leser fühlen sich vom Projekt angesprochen, eine ansehnliche Menge an Spendern ist rasch gefunden. Doch dann die böse Überraschung: Der Start von "Der Prokrastinast" wird immer wieder verschoben.

März
ProSieben hat gut einen Monat nach Start der neuen Staffel von "Germany’s Next Topmodel – by Heidi Klum" ein Problem: Auch diese Show sollte schnellstmöglich mehr einkommensstarke junge Männer erreichen. Schließlich muss nach dem Ende der Stefan Raab-Ära wieder mehr Werbung ins Programm. Die Idee, bei den Mädels die Hüllen komplett fallen zu lassen, wird schnell verworfen. Man fürchtet beim Joko & Klaas-Sender die Jugendschützer. Die Lösung heißt stattdessen: Harald Glööckler, Guido Maria Kretschmer und Conchita Wurst. Sie ergänzen spontan die Jury um Klum. Die Rechnung geht auf: Spots für Reisen, Mode und Körperpflege überschwemmen die Werbeinseln von "GNTM".

April
Frühlingserwachen bei Apple. Die Konstrukteure haben freie Hand bei neuen Produkten, die das Apfellogo tragen sollen. Am geplanten iCar wird eifrig gewerkelt, die iGlasses nehmen Formen an. Hinzu gesellen sich iRadios, iTables und iFridges - alles vernetzt und selbstreferierend. Die Pläne sickern zur Begeisterung der Apple-Jünger in gewohnter Form schnell durch. Nur beim iMirror und bei der iToilet melden sich empörte Datenschützer zu Wort.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.