Splitter :
Was sonst noch in der Medienbranche passiert

Günther Jauch relativiert Entlassungen, ZDF siegt mit Krimi-Kost, BBC vor neuem Sitcom-Deal, Funke mit Hamburger Anzeigenblatt-Expansion.

Text: Petra Schwegler

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Günther Jauch. Stellt klar, dass entgegen anders lautender Medienberichte seine Produktionsfirma I&U TV, die im Auftrag der ARD noch bis Ende November seinen Polittalk fürs Erste produziert, keine 80 Mitarbeiter entlasse. Auch sei es falsch, dass - wie zum Teil behauptet - "eine gesamte Produktionsfirma aufgelöst" werde. Vielmehr seien in Berlin 16 Mitarbeiter fest in der Redaktion oder in der Produktion projektgebunden angestellt; ihre Verträge würden regulär zum Jahresende aus laufen, heißt es. Einige Mitarbeiter hätten ab Januar bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden.
Die Mehrheit der wirklich rund 80 Menschen an der Sendung Beteiligten - wie zum Beispiel an der Kamera, in der Maske, für Licht oder Ton oder Security - sei jedoch bei Unternehmen und Dienstleistern angestellt, die für die Sendung beauftragt würden, so Jauch. Unternehmensangaben.

ZDF. Hat mit einem Krimi am Montagabend die meisten Zuschauer erreicht. 6,36 Millionen schalteten ab 20.15 im Zweiten ”Das Dorf der Mörder“ mit Alina Levshin ein. Das entspricht einem Gesamtmarktanteil von 19,3 Prozent. Zeitweise knapp auf den Fersen war dem Mainzer Sender der Konkurrent RTL. Dort verbuchte die Show ”Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch 5,85 Millionen (17,7 Prozent) Gesamtzuschauer. Die Kuppelshow ”Bauer sucht Frau“ im Anschluss legte diese Woche noch einmal zu und hatte nun 6,11 Millionen Zuschauer (19,6 Prozent).
Das Erste folgte erst mit großem Abstand. ”Der Haushalts-Check“ erreichte ab 20.15 Uhr 3,14 Millionen Zuschauer ab drei Jahren (9,5 Prozent), danach kam die Talkshow ”Hart aber fair“ zum Thema Asylpolitik auf 3,13 Millionen 10,0 Prozent). Unternehmensangaben.

BBC. Ihre britische Sitcom "Citizen Khan" um eine pakistanische Familie in Birmingham könnte bald in Form einer Serie über eine türkische Familie ins deutsche Fernsehen kommen. Die BBC sei deswegen mit einem deutschen Sender im Gespräch, zitierte der "Guardian" am Dienstag Serienerfinder und Hauptdarsteller Adil Ray. Welcher Sender interessiert sei, verriet er nicht.
Schon einige britische Serien sind nicht nur in andere Sprachen übersetzt, sondern auch im Ausland in eigenen Fassungen produziert worden. Ein bekanntes Beispiel einer durch ein britisches Vorbild inspirierten Serie ist "Stromberg" (ProSieben). Die Comedy hat deutliche Parallelen zum britischen Format "The Office".

Funke Mediengruppe. Weitet ihr Wochenblatt-Angebot in Hamburg aus. Ab November erhalten die Haushalte in der Hansestadt nicht nur zur Wochenmitte das Anzeigenblatt, sondern dann auch zum Wochenende. Die zweite Offerte heißt "Wochenblatt am Wochenende". Unternehmensangaben.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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