Splitter :
Was sonst noch in der Medienbranche passiert

"Tagesschau" fürs BR Fernsehen, iq digital und IP vermarkten n-tv.de gemeinsam, "Der Spiegel" recherchiert mit anderen.

Text: Petra Schwegler

"Tagesschau". Die Nachrichtensendung der ARD hält auch beim Bayerischen Rundfunk Einzug. Das Bayerische Fernsehen heißt künftig BR Fernsehen und übernimmt die Hauptnachrichtensendung aus dem Ersten um 20 Uhr. Zur Begründung heißt es, die 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" habe in Bayern überdurchschnittlich viele Zuschauer. Am Ende der "Tagesschau" im BR Fernsehen soll es einen Wetterbericht aus Bayern geben. Die Programmreform wurde am Donnerstag vom Rundfunkrat in München abgesegnet und tritt am 11. April in Kraft.
Um die erfolgreiche Vorabendserie "Dahoam is Dahoam" – bisher von 19.45 bis 20.15 Uhr im Programm – nicht zu schädigen, wird die tägliche Serie im neuen BR Fernsehen auf 19.30 Uhr vorgezogen. 
Zu den Neuerungen gehört auch der um 15 Minuten vorgezogene Beginn der klassischen BR-Sendung ”Rundschau“, die künftig bereits um 18.30 Uhr auf Sendung geht. Sie wird dafür um eine Viertelstunde verlängert. Die regionalen Nachrichten aus dem Freistaat sollen ausgebaut werden. Die Sendung erhält auch einen moderierten Sportblock. Unternehmensangaben.

iq digital. Übernimmt die Co-Vermarktung Homepage  von N-TV, Nachrichtensender aus der RTL-Familie. Die Kooperation mit RTL-Vermarkter IP Deutschland stärke das News-Segment, heißt es vom Düsseldorfer iq-Team. Zusammen mit den vermarkteten Webseiten der Quality Alliance aus Faz.nt, Handelsblatt Online, SZ.de und Zeit Online entsteht aus Sicht von iq digital durch die Homepage des Nachrichtensenders ein "neues reichweitenstarkes Homepage-Bundle im News-Segment".
Gemeinsam wollen die beiden Vermarkter direkt auf die großen Wettbewerber in dem Bereich zielen – wie etwa Google.
Mit 117 Millionen Visits gesamt (IVW, Januar 2016) und 9,50 Millionen Unique Usern (Agof digital facts 2015-12) gehöre n-tv.de zu den erfolgreichsten Nachrichtenportalen Deutschlands, heißt es. Unternehmensangaben.

"Der Spiegel". Das deutsche Nachrichtenmagazin und acht weitere Redaktionen gründen das journalistische Netzwerk "European Investigative Collaboration" (EIC), wie die Hamburger am Freitag bekannt gaben. Zu den Partnern gehören neben "Spiegel" und der Wiener Stadtzeitung "Falter" noch "El Mundo" (Spanien), "L'Espresso" (Italien), "Le Soir" (Belgien), "Mediapart" (Frankreich), "Newsweek Serbia" (Serbien), "Politiken" (Dänemark) und "RCIJ/The Black Sea" (Rumänien). Weitere Medien könnten folgen. Ziel des Netzwerks sei es, länderübergreifende investigative Recherche zu vereinfachen.
Erstes gemeinsames Projekt ist laut "Spiegel" eine Recherche über den internationalen Handel mit gebrauchten Schusswaffen. Sie wird in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Unternehmensangaben.

Presserat. Hat beschlossen, dass Medien, die gegen den Pressekodex verstoßen haben, Leser künftig 30 Tage lang im Netz über eine Rüge informieren sollen. Die Sanktion solle sichtbar sein, sobald Nutzer den Beitrag online anschauten, teilte der Deutsche Presserat mit.
Für die bereits vorher geltende Regelung, Rügen im Netz zu publizieren, gab es bislang noch kein konkretes Muster. Mit der neuen Beschwerdeordnung (§ 15 Absatz 2) reagierte die Selbstkontrolle der Printmedien nach eigenen Angaben auf den online-spezifischen Wandel. Unternehmensangaben.

"Geo". Startet mit einem bildgewaltigen Sonderheft ins Jubiläumsjahr. Eine über ein Kilo schwere Ausgabe zeigt unter dem Titel "40 Jahre Geo - Die besten Bilder" auf 200 Seiten die besten Arbeiten des Reportage- und Wissensmagazins aus dem Hause Gruner + Jahr. Die Jubiläumsausgabe zum Preis von 19,50 Euro lässt sich ab sofort vorbestellen, ab dem 29. April  ist das Heft im Handel. Abonnenten der "Geo"-Familie erhalten das Sonderheft zum halben Preis. Unternehmensangaben.

GNTM. Erstmals in der Geschichte von "Germany’s Next Topmodel" hat sich eine Kandidatin erfolgreich Heidi Klums Ansage widersetzt, sich nur mit Nippel-Pads und Klebestreifen als Schlüpfer fotografieren zu lassen. Die 20-jährige Fatma drohte am Donnerstag in der ProSieben-Show damit, eher nach Hause zu gehen als sowas zu machen - und kam damit durch. Sie wurde in hautfarbener Unterwäsche fotografiert - und einem Schnabeligel.
Den Zuschauern hat es gefallen: 16 Prozent der Werberelevanten sahen zu. Unternehmensangaben.

Bertelsmann. Klotzt in Sachen Social-Media-Reichweite und meldet aktuell mehr als 1,2 Milliarden Follower für sich und seine Tochter-Unternehmen auf Youtube, Facebook, Twitter oder Google+. Inzwischen könnten Nutzer in mehr als 9000 unterschiedlichen Kanälen stöbern, heißt es.
Das größte Wachstum verzeichne Bertelsmann dabei aktuell auf der Videoplattform Youtube, "wo die einzelnen Geschäfte des Konzerns über 5000 unterschiedliche Video-Kanäle betreiben". Erst vor kurzem habe sich die RTL-Group-Tochter BroadbandTV an die Spitze der Multi-Channel-Netzwerke gesetzt.
Gebündelt wird die Social-Media-Welt von Bertelsmann übrigens auf einer eigenen Website - der Social CloudUnternehmensangaben. 

ARD. Hat mit der ersten Folge des neuen "Urbino-Krimis" die Primetime dominiert. Der Film "Die Tote im Palazzo" mit dem Streifenpolizisten Roberto Rossi (Leonardo Nigro) kam am Donnerstag ab 20.15 Uhr mit 4,20 Millionen Zuschauern ab drei Jahren auf einen Gesamtmarktanteil von 13,3 Prozent.
Zeitgleich lagen die RTL-Serie "Der Lehrer" und Steven Gätjens ZDF-Show "I can do that" mit jeweils 3,02 Millionen Zuschauern und einer Quote von 9,6 Prozent gleichauf. Unternehmensangaben.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.