Splitter :
Was sonst noch in der Medienbranche passiert

"FR" mit mehr Lokalem und mehr Stellen, ARD feiert mit der Queen, "Emotion" mit Werbeauftritt, Funke- und Madsack-Blätter mit EM-Special.

Text: Petra Schwegler

"Frankfurter Rundschau". Wird ab Herbst ihr mehr Angebot mehr auf die Metropolregion Rhein-Main-Gebiet zuschneiden. Leser in der Stadt Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sollen künftig acht Seiten mehr Lokal- und Regionalberichterstattung bekommen – „täglich 24 statt bisher 16 Seiten“, wie es in einer kurzen Mitteilung des Blattes heißt, das nach der Insolvenz von der "FAZ“ übernommen und deutlich verschlankt wurde. Nun sollen fürs neue Konstrukt zusätzlich Stellen geschaffen werden: "Das Konzept gehe einher mit einer Reform der Redaktion“, heißt es – mehr Informationen werden nicht gegeben. Unternehmensangaben.

ARD. Zeigt die Geburtstagsparade "Trooping the Colour" für die Queen an diesem Samstag. Daran sind mehr als 1400 Soldaten in Gardeuniformen samt Bärenfellmütze und rund 200 Pferde beteiligt. Das Erste überträgt die Parade von 11.35 bis 14.00 Uhr unter dem Titel ”Zu Ehren der Königin“ live aus London. Die Moderation übernimmt Julia-Niharika Sen mit Unterstützung des ARD-Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebert. 
Erstmals gibt es die Möglichkeit, die Übertragung auch online unter www.daserste.de und www.royalty.de zu verfolgen, zu kommentieren und Fragen an Seelmann-Eggebert und Sen zu stellen. Online gibt es außerdem weitere Informationen rund um den Geburtstag von Königin Elisabeth II. Unternehmensangaben.

"Emotion". Das Team vom Hamburger Inspiring Network setzt ihre Social-Media- und Anzeigen-Kampagne "mit noch größerem crossmedialen Auftritt" fort. Auf Emotion.de, Facebook und Youtube gibt es erstmals Spots zu Heftthemen sowie Takes aus dem exklusiven Studiodreh mit Jan Sievers. Die Marketingmaßnahmen basieren auf der Aktion "Wer willst Du sein?", die im Sommer 2015 mit einem ersten Flight gelauncht wurde. Chefredakteurin Katarzyna Mol-Wolf stellt die Aktion vor und fordert alle dazu auf, mitzumachen und einen Brief an sich selbst zu schreiben. Unternehmensangaben.

ZDF. Kann sich auf ”Aktenzeichen XY... ungelöst“ verlassen. Die Reihe hat dem Zweiten am Mittwochabend mit Abstand die besten Quoten gebracht. Zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr schalteten 5,34 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die TV-Fahndungssendung mit Rudi Cerne ein, das war ein Gesamtmarktanteil von 18,7 Prozent.
Das Erste konnte da nicht mithalten: Am Mittwoch erreichte das Psychodrama ”Emma nach Mitternacht: Frau Hölle“ mit Katja Riemann und Corinna Harfouch mit 3,82 Millionen deutlich weniger Zuschauer (13,3 Prozent).
Sat.1 ließ indes die Konkurrenz der Privatsender mit dem Finale von ”The Biggest Loser“ hinter sich. Die Show, bei der es ums maximale Abnehmen geht, sahen 2,50 Millionen Zuschauer ab drei Jahren (9,9 Prozent). Die RTL-Show ”Die 10 unvorstellbarsten Zufälle“ mit Sonja Zietlow lag mit 2,22 Millionen Zuschauern (7,9 Prozent Gesamtmarktanteil ) dahinter. Unternehmensangaben/dpa.

WDR 2. Dessen Moderatorenteam bekommt Verstärkung. Jan Malte Andresen, derzeit beim NDR, kommt im August zurück. Der Moderator gehörte 1995 zu den Gründungsmitgliedern des WDR Radios 1Live, teilt der ARD-Sender mit. Jörg Thadeusz, Grimme-Preisträger und Talkshow-Moderator, werde im September erstmals im WDR-2-Studio stehen. Innerhalb des Senders wechselt Thomas Bug, unter anderem Moderator der ”Aktuellen Stunde“ im WDR Fernsehen, ins Tagesprogramm bei WDR 2. Unternehmensangaben.

Deutscher Presserat. Kritisiert Bilder von identifizierbaren schwer verletzten Opfern der Terroranschläge in Brüssel. Sie hätten nach Einschätzung des Gremiums nicht gezeigt werden dürfen. Der Beschwerdeausschuss des Presserats hatte über sechs Beschwerden zur Foto-Berichterstattung über die Anschläge im März zu entscheiden. Dabei ging es sowohl um Bilder in Tageszeitungen als auch in deren Online-Ausgaben, wie das Gremium am Donnerstag mitteilte.
Der Ausschuss kritisierte in allen Fällen Verstöße gegen den Schutz der Persönlichkeit nach Ziffer 8 des Pressekodex und sprach Missbilligungen aus. Das ist eine weniger scharfe Kritik als eine Rüge, dabei werden die betroffenen Medien nicht öffentlich genannt. Unternehmensangaben.

Funke Mediengruppe. Deren NRW-Tageszeitungen erscheinen zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich mit einer Sonderbeilage. Das kostenlose Hochglanz-Magazin liegt am 9. und 10. Juni allen Ausgaben von "WAZ", "NRZ", "WP", "WR" und "IKZ" bei und wird auch über die "Ruhr Nachrichten", den "Hellweger Anzeiger" und die "Recklinghäuser Zeitung" verteilt.
Auf 76 Seiten erfahren die Leser alles zur DFB-Elf, zum deutschen EM-Quartier, zu den Stadien und dem Team hinter dem Team. Die Gesamtauflage in Nordrhein-Westfalen liegt bei rund 900.000 Exemplaren. Unternehmensangaben. 

Madsack. Klotzt noch mehr ran zur EM: Dessen RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hat für die Titel der Mediengruppe und weitere Verlage ein 64-seitiges EM-Magazin produziert, das den Zeitungen am Tag des Eröffnungsspiels am 10. Juni kostenlos beiliegt. "Zählt man alles zusammen, dann erreichen wir mit dem Heft rund 7 Millionen Leser, was für ein EM-Magazin meines Wissens einzigartig ist in Deutschland", betont Marco Fenske, RND-Sportchef und Sportkoordinator der Madsack. Mediengruppe. Unternehmensangaben. 

"Berliner Morgenpost". Startet mit Berlinlive.de ein speziell für die mobile Nutzung entwickeltes Unter-Angebot der Website morgenpost.de. Es ist optimiert für Smartphones und funktioniert nach dem Newsfeed-Prinzip. Die Darstellung der Inhalte in einem sich ständig aktualisierenden Newsstream soll den Nutzugsgewohnheiten auf Smartphones entsprechen, wie man es zum Beispiel von Facebook her kennt. Via App können die Nutzer per Push die wichtigsten Nachrichten auf den Homescreen erhalten. Unternehmensangaben.

Ampya. Der Musikstreamingdienst aus dem Hause ProSiebenSat.1 packt die besten Musikvideos zum Thema Fußball pünktlich zur EM in einen eigenen Sender. Unternehmensangaben.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.