Splitter :
Was sonst noch in der Medienbranche passiert

Vice expandiert zügig im TV, RTL schiebt eifrig Shows nach, "taz" erringt Teilsieg im AfD-Streit, RTL Nitro zeigt "12 Monkeys". 

Text: Petra Schwegler

Vice. Die junge Medienmarke expandiert in weitere Länder. Beim Werberfestival Cannes Lions gab Gründer und CEO Shane Smith am Mittwoch bekannt, dass Vice Media in über 50 weiteren Ländern Fuß fassen kann – dank diverser Kooperationen für den Mittleren Osten, Afrika, Indien und Südostasien. So soll nun der neue Sender Viceland in diesem Jahr in ingesamt 44 Ländern über verschiedene Verbreitungswege an den Start gehen – als das "am schnellsten wachsende TV-Network in der Geschichte". Wann hierzulande Viceland, gemeinsames Werk von Vice und dem Abo-TV-Anbieter A+E Networks, an den Start gehen wird – noch unklar. Unternehmensangaben.

RTL. Lässt Promis wie Daniela Katzenberger und Dana Schweiger für eine neue Sendung Szenen aus bekannten Filmen und Musikvideos nachtanzen - , etwa von Madonna, Robbie Williams oder den Spice Girls und Tanzszenen aus Spielfilmen wie ”Dirty Dancing“ oder ”Grease“. Die neue von Nazan Eckes und Jan Köppen moderierte sechsteilige Show-Reihe heißt ”Dance Dance Dance“ und soll in diesem Herbst zu sehen sein.
Wie gut sich die sechs Promi-Paare machen, bewertet eine Jury. Dazu gehören die Schauspielerin und ”Let's Dance“-Gewinnerin von 2010 Sophia Thomalla, der Sänger und Musikproduzent DJ BoBo und der ”Dance Captain“ von Helene Fischer, Cale Kalay. Die Aufzeichnungen für die Show beginnen an diesem Samstag. Unternehmensangaben.

"taz". Die Berliner Tageszeitung darf nach einem Urteil des Landgerichts Erfurt zwar weiter ein Bild von Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke mit ausgestrecktem Arm zeigen. Allerdings dürfe dieses Foto nicht in Verbindung mit einer zunächst gewählten Überschrift "Hitlergruß im Abendland" verwendet werden, erklärte der Vorsitzende Richter. Er begründete dies mit der Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Auf dem bei einer AfD-Kundgebung aufgenommenen Bild ist zu sehen, wie Höcke mit erhobener rechter Hand die Demonstranten grüßt. Via dpa.

Deutscher Presserat. Hat wegen der Berichterstattung über einen verstorbenen deutschen Segler auf den Philippinen vier öffentliche Rügen gegen Mopo24.de, Bild.de, Yacht Online und die Berliner "taz“ ausgesprochen.
Die Fotos des Toten überschritten nach Ansicht des Beschwerdeausschusses die Grenze zur Sensationsberichterstattung nach Ziffer 11 des Pressekodex, wie das Gremium mitteilte. Außerdem hätten die Medien teilweise den Namen des Seglers genannt und damit den Schutz seiner Persönlichkeit verletzt. Unternehmensangaben.

Sky. Berichtet von 27. Juni bis 10. Juli auf fünf Sendern insgesamt über 350 Stunden live und exklusiv aus Wimbledon. Zusammen mit Sky-Experte Patrik Kühnen moderiert Yannick Erkenbrecher die Live-Übertragungen vom Tennisturnier.
Vor Ort auf Stimmenfang gehen die Reporter Katharina Kleinfeldt, Johannes Meinow, Hartmut von Kameke und Daniel Meadows sowie Moritz Lang, der für Sky Sport News HD rund um die Uhr live aus Wimbledon berichten wird. Insgesamt 15 Kommentatoren kommen für zwei Turnierwochen zum Einsatz. Das Damenfinale am 9. Juli kommentiert Roland Evers, das Herrenfinale am 10. Juli Stefan Hempel. Unternehmensangaben.

ARD. Hat Berichte über deutlich erhöhte Kosten für die Bundesliga-Rechte der ”Sportschau“ dementiert. ”Über Zahlen dürfen wir vertragsgemäß nichts sagen, aber so viel: Die genannte Summe ist deutlich zu hoch“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Mittwoch.
manager-magazin.de hatte am Tag zuvor berichtet, dass das Erste von 2017 an 134 statt bisher 100 Millionen Euro pro Saison zahlen müsse. Die Zahlen seien nicht richtig, betonte Balkausky. Die ARD hatte bei der Auktion der Deutschen Fußball Liga (DFL) Anfang Juni erneut ein Paket mit Highlight-Rechten erworben, die sie für die ”Sportschau“ benötigt. Darin sind im Gegensatz zum noch eine Spielzeit gültigen Vertrag keine Live-Rechte enthalten. Via dpa.

Vox. Bereitet Fans auf die neue Dienstag-Primetime-Reihe vor.

"Die Zeit". Macht Lisa Nienhaus zum 1. Juli zur stellvertretenden Leiterin des Ressorts Wirtschaft. Die 36-Jährige kommt von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, wo sie seit 2008 als Wirtschaftsredakteurin tätig war. Neben Nienhaus ist Roman Pletter weiterhin stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft. Unternehmensangaben.

A&E. Der Abosender setzt auf große Gefühle und das "Experiment Liebe“ . A&E nimmt mit „Wedding Town – Verliebt, verlobt, verheiratet“ und "Married at First Sight“ zwei Hochzeitsserien in sein Programm auf. Ab 26. August werden die beiden Reallifeformate immer freitags hintereinander ab 21.05 Uhr laufen. "Married at First Sight“ startet bereits eine Woche zuvor, am 19. August, mit einem zweistündigen Special. Unternehmensangaben.

RTL Nitro. Strahlt die neue US-Serie "12 Monkeys" in einer Free-TV-Premiere aus. Sie basiert auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Kultfilm aus dem Jahr 1995 mit Bruce Willis und Brad Pitt in den Hauptrollen. Der Männersender zeigt die 13 Folgen der von den "Nikita"-Autoren Terry Matalas und Travis Fickett entwickelten Reihe ab 3. August immer mittwochs ab 22.50 Uhr mit drei Episoden am Stück. In den USA strahlt der Kabelsender Syfy derzeit die 2. Staffel mit weiteren 13 Folgen der Science-Fiction-Serie aus. Unternehmensangaben.

Sky. Zeigt sich für Deutschland und Österreich erfreut darüber, eine Sonderprogammierung ankündigen zu können ...


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.