Splitter :
Was sonst noch in der Medienbranche passiert

Einkaufsnacht der "Vogue" zieht bei QVC ein, Regiocast vermisst Florian Fritsche, "Die Zeit" klärt über den IS auf, Doppio.tv mit neuem Chef.

Text: Petra Schwegler

"Vogue". Der Condé-Nast-Titel baut seine internationale Einkaufsnacht – findet im September unter dem Motto "A Global Celebration of Fashion" zum achten Mal weltweit in 14 Ländern und 20 Städten statt – zum Event aus. Im deutschsprachigen Raum findet Vogue Fashion’s Night Out (VFNO) am 7. September in Wien, am 8. September in Berlin und am 9. September in Düsseldorf statt.
Über 280 Boutiquen, Marken-Shops und Luxus-Department-Stores überraschen Modebegeisterte mit Premieren, Limited Editions und besonderen Aktionen. Zudem sind dieses Jahr mehr als 60 Onliner-Partner dabei.
Zuckerl: QVC bringt das Erlebnis jetzt ins TV. Der Shoppingsender wird eine vierstündige Live-Show von der Düsseldorfer Königsallee ausstrahlen. Designer wie Thomas Rath und Jette Joop werden live aus der Bar 59 des Hotels InterContinental Düsseldorf durch das Programm führen. Unternehmensangaben.

Regiocast. Bedauert per Mitteilung am Dienstag, dass Florian Fritsche nun doch nicht zur Radioholding zurückkehrt, um neue Aufgaben in Sachsen anzutreten. Entgegen der Ankündigung von Anfang Mai werde Fritsche nach seiner Zeit bei Antenne Bayern nicht Geschäftsführer der sächsischen Beteiligungen Radio PSR und R.SA. Hintergrund sei eine nach Angaben von Herrn Fritsche "unerwartete Entwicklung in seiner beruflichen Planung, weshalb er die mit Regiocast bereits vor Monaten verbindlich eingegangene und gemeinsam kommunizierte Vertragsverpflichtung nicht antreten wolle", heißt es vom Unternehmen.
Regiocast als "solide aufgestelltes Unternehmen" will sich nun die Zeit nehmen, "eine adäquate, verantwortungsbereite Persönlichkeit zu finden, die den bisherigen erfolgreichen Weg des Unternehmens auch langfristig weiter mitgestalten will und kann." Unternehmensangaben.

"Die Zeit". Intensiviert ihre Berichterstattung aus dem Nahen Osten. Ab August wird Yassin Musharbash aus der jordanischen Hauptstadt Amman für die Wochenzeitung berichten und sich dabei insbesondere auf die Entwicklung der Terrororganisation "Islamischer Staat" konzentrieren.
Musharbash, 40, ist seit 2012 Redakteur im Investigativ-Ressort der Wochenzeitung. Er beschäftigt sich seit Jahren als Journalist und Buchautor mit dem Thema Dschihadismus. Seine Entsendung erfolgt für die Dauer eines Jahres. Nahostkorrespondentin der "Zeit" bleibt Andrea Böhm mit Sitz in Beirut. Unternehmensangaben.

ARD. Registrierte am Montag viel Zuschauerbeteiligung. Zunächst schalteten um 20 Uhr 5,15 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren die "Tagesschau" ein. Der Gesamtmarktanteil betrug 20,3 Prozent. 4,91 Millionen Zuschauer (18,7 Prozent) blieben danach um 20.15 Uhr beim "Brennpunkt" zum Thema "Ansbach - der Terroranschlag und die Folgen" hängen.
Die bayerische Krimikomödie "Winterkartoffelknödel" mit Sebastian Bezzel sahen ab 20.25 Uhr 4,12 Millionen Menschen ab 3 Jahren (14,7 Prozent) und damit mehr als die Wiederholung des ZDF-Krimis "Die letzte Instanz" mit Jan Josef Liefers, die auf 3,36 Millionen Zuschauer (12,1 Prozent Gesamtmarktanteil) kam. Unternehmensangaben.

RTL. Meldet wieder eine neue Jury-Besetzung bei der Showreihe "Das Supertalent": Die österreichische Sängerin Victoria Swarovski wird in der neuen Staffel neben Dieter Bohlen und Bruce Darnell über das Wohl und Wehe der Kandidaten entscheiden. Sie löst damit "Bauer sucht Frau"-Moderatorin Inka Bause ab, die nach einer Staffel die Show wieder verlässt.
Swarovski machte im Frühjahr bei RTL auf sich aufmerksam, als sie den TV-Tanzwettbewerb "Let's Dance" gewann. "Das Supertalent" geht im Herbst in die 10. Staffel. Unternehmensangaben.

Doppio.tv. Ex-MME-Manager Ingo Kiedaisch, 49, übernimmt ab sofort die Position des Geschäftsführers des Multimediakanals mit Sitz in Berlin. Er tritt damit die Nachfolge von Olaf Zachert an, der seit Oktober 2013 gemeinsam mit Sibylle Peter die Geschäftsführung innehatte. Zachert habe das Unternehmen "auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen", heißt es. Unternehmensangaben.

Vivendi. Die Allianz des französischen Medienkonzerns mit dem italienischen Partner Mediaset wackelt. Vivendi wolle nun nur noch 20 Prozent der Pay-TV-Sparte Mediaset Premium, teilte das Unternehmen von Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Dienstag mit.
Im April hatten die Unternehmen hingegen vereinbart, dass Vivendi 100 Prozent von Premium übernehme. Nach dem Deal im April sollte Vivendi zudem 3,5 Prozent der Aktion von Mediaset übernehmen und Mediaset 3,5 Prozent der Aktien von Vivendi. Vivendi erklärte, weiter an der Allianz interessiert zu sein, aber unter anderen Bedingungen.
Seit vergangener Woche steht fest, dass der französische Konzern seinen deutschen Onlinevideodienst Watchever zum Jahresende schließen wird. Via dpa.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.