Neustart Omnivision :
Wie Außenwerbung zum Outernet wird

Mit Omnivision bietet ein Startup interaktive Monitore für Innenräume an, die Werbung auf dem Bildschirm mit mobilem Zugriff verquicken. Ein neues Beispiel für Digital Out of Home. 

Text: Petra Schwegler

Smartphones und neuartige Monitore für Innenräume von Omnimundus ergeben ein neues Beispiel für digitalisierte Außenwerbung.
Smartphones und neuartige Monitore für Innenräume von Omnimundus ergeben ein neues Beispiel für digitalisierte Außenwerbung.

Out of Home wird künftig nach der Logik des Internets geplant, zeigte sich Kai-Marcus Thäsler, Managing Director Posterscope Deutschland, vor einem Jahr in einem Gastkommentar für W&V Online überzeugt. Die Außenwerbe-Spezialisten aus dem Dentsu Aegis Network gehen dann von einer Revolution im Öffentlichen Raum aus - vom "Outernet", an dem das omnipräsente Smartphone großen Anteil hat.

Teil dieser Revolution möchte Omnimundus sein. Das 2016 in Berlin gegründete Startup stellt eine neuartige Click&Buy-Technik namens Omnivision vor. Eine "neue Form interaktiver und vernetzter Außenwerbung" soll es möglich machen, jenseits des Internets Produkte und Dienstleistungen direkt via Datenübertragung vom Werbeträger zu beziehen, zu speichern und crossmediale Kampagnen unmittelbar zu erleben.

Eine "Verschmelzung der digitalen und analogen Welt" versprechen die Berliner um Gründer David Pain überall dort, wo sich Menschen Indoor länger als 2 Minuten aufhalten. Von Omnimundus speziell entwickelte Monitore sollen dabei potenzielle Kunden abholen. Über Drahtloskommunikationslösungen wird Offlinewerbung auf Smartphones übertragen.

Wie Omnivision funktioniert

Dahinter stehen dem Unternehmen zufolge über 20 verschiedene Datentransferlösungen. Die Berliner produzieren und vertreiben die interaktiven Werbemonitore für Innenräume. Omnivision sei ein Kompaktsystem, bestehend aus einem Konsumentenbildschirm und ausfallsicheren Minicomputern, die diverse Drahtloskommunikationslösungen steuern und vereinen.

Gesehene Inhalte sind dann auf den Bildschirmen sofort verfügbar. Der Nutzer kann die beworbenen Produkte mit einem Tap erwerben oder abgespielte Informationen und Artikel mit einem Swipe auf seinem mobilen Endgerät weiterlesen. "Erstmals wird der stationäre und mobile Datenaustausch mit Passanten dargelegt und ein messbarer Bezug der Inhalte geschaffen", heißt es.

Omnimundus verspricht den pontenziellen Kunden "Mikroplanung von Werbung" und " handfeste Belege über die Wirkung ihrer Werbung, die weiter genutzt werden können, um Werbestrategien zu verfeinern". Auch sichert Pains Team einen "sehr günstigen Preis pro Werbeblock für den Werbenden" sowie eine "enorme Kostenersparnis und niedrige Eintrittsschwelle" zu. Das Ganze sei vergleichbar mit Onlinewerbung von Websites wie Google und Facebook.

Wo sich Omnivision anbietet

Ein Beispiel, wie Omnivision zum Einsatz kommen kann: Herr Müller geht zum Supermarkt für seinen täglichen Einkauf. An der Kasse wartet er etwa 2 Minuten. Exakt auf Augenhöhe hat er einen Omnivision-Monitor, etwa 1 Meter breit, der ihm eine Reise eines bekannten Anbieters anzeigt – ein preisgünstiges Tagesangebot.

Herr Müller hat schon lange auf so eine Offerte gewartet - und zückt sein Handy, weil ihm das am Bildschirm so beschrieben wurde. In Sperrbildschirm seines Smartphones sieht er die Meldung "Reiseangebot jetzt aktivieren". Per Klick geht's zum Buchen oder Reservieren.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.