Fetter Abo-Zuwachs :
Wie es bei Netflix läuft

Rasant wächst der Streamingpionier Netflix weiter. Immer mehr Binge-Watcher sind darunter, die auch immer schneller konsumieren. 

Text: W&V Redaktion

Schlüssel zum Netflix-Erfolg: Serien.
Schlüssel zum Netflix-Erfolg: Serien.

Sind Sie dem Netflix-Hype auch schon verfallen? Wunder wäre es keines. Denn: Der Streaming-Pionier pulverisiert Rekord um Rekord. Weltweit glotzen bereits knapp 110 Millionen Menschen über Netflix – nach einem Zuwachs von 5,3 Millionen neuen Abonnenten zwischen Juli und September.  

Der Streaming-Video-Pionier hat auch interessante Daten über das "Wie" preisgegeben. Rund 8,4 Millionen Netflix-Abonnenten schauen neue Staffeln einer Serie demnach binnen 24 Stunden komplett – viele von ihnen im Schnelldurchlauf. Beim "Speed Watching" helfen Video-Player wie VLC und Erweiterungen für Internet-Browser wie Google Chrome. Überhaupt: Die Zahl der so genannten Binge-Watcher steige kontinuierlich, heißt es von Netflix.

Wo Netflix jetzt investiert

Nun geht es weiter mit der Jagd nach dem nächsten Streaming-Megahit: Netflix will in diesem Jahr sechs Milliarden Dollar in exklusive Inhalte stecken. Verfolger Amazon liegt nach Schätzungen von Analysten mit 4,5 Milliarden Dollar deutlich dahinter. Youtube nennt zwar kein Budget, erhöht aber ebenfalls den Einsatz und kann dabei auf Googles enorme Cash-Reserven bauen. Disney öffnet indes die Kriegskasse für seinen Sportsender ESPN, der 2018 als Streaming-Service starten soll.

Netflix sieht sich gut gerüstet, ist sich der Herausforderung durch die vielen Konkurrenten aber bewusst. "Wir haben einen guten Vorsprung, aber unser Job ist es, Netflix so schnell wie möglich zu verbessern, um uns die Fernsehzeit unserer Zuschauer zu verdienen und in den kommenden Jahrzehnten vor der Konkurrenz zu bleiben", schrieb Firmenchef Reed Hastings im Quartalsbrief an die Aktionäre. Gelingen soll das vor allem mit weiteren massiven Investitionen ins Programm.

Für 2018 kündigte Netflix an, enorme sieben bis acht Milliarden Dollar in exklusive Inhalte zu stecken.

W&V Online/dpa


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