Fernsehen :
Wie Fernsehforschung den Durchbruch zur Konvergenz schafft

Die AGF Videoforschung weist seit März erstmals crossmediale TV-Quoten aus. Jetzt geht es darum, Google und Facebook zu beteiligen. Was heißt das für die Mediaplanung?

Text: Katrin Otto

Ende März hat die AGF Videoforschung erstmals Einschaltquoten und Streamviews in einem gemeinsamen Reporting konvergenter Nutzungsdaten veröffentlicht. Und das nach langem Ringen. Werbungtreibende und Planer begrüßen den Schritt, sehen jedoch noch Optimierungsbedarf.

"Jetzt gilt es, den gigantischen Zeitverzug im monatlichen Reporting zu verkürzen", sagt Susanne Baldauf, Managing Direktorin Dentsu Aegis Resolutions. Die neue Konvergenzreichweite wird bisher auf Monatsbasis nach jeweils 40 Tagen Produktionsdauer veröffentlicht.

Weitere Baustelle ist die Ausweisung der Werbung im Streaming. Und natürlich die Integration der Internet-Riesen Youtube und Facebook in das deutsche Forschungssystem. "Für die Mediaplanung ist die Nettobetrachtung eine Kardinalfrage", sagt Anja Stockhausen, Managing Partner Publicis Media.

Bis dahin greifen viele Agenturen weiterhin auf das GXL-Panel von GfK zurück. Als Teil des Consumer-Panels wirft es neben Werbewirkungs-Daten auch TV-Reichweiten aus.

Welche weiteren Währungspanels herangezogen werden und wie die Fragmentierung der TV-Landschaft aufgrund der Digitalisierung  die Anforderungen an die Mediaplanung verändert, lesen Sie in der aktuellen W&V 15 im TV-Teil unserer Serie "Werbung, Wirkung, Währung".


Autor:

Katrin Otto
Katrin Otto

ist Redakteurin im Medienressort. Sie schreibt über Radio, Außenwerbung, Kino und Film und freut sich über Empfehlungen für die Bücherseite. Wenn sie nicht in der Redaktion ist, ist sie auf Konzerten, im Kino oder im Wasser.