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Wie Netflix seine Erfolge vorausberechnet

Im Interview mit Profil.at verrät Produktchef Neil Hunt, warum Netflix schon vor der Produktion weiß, welche Serien beim Zuschauer ankommen.

Text: W&V Redaktion

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Im Interview mit Profil.at verrät Produktchef Neil Hunt, warum Netflix schon vor der Produktion weiß, welche Serien beim Zuschauer ankommen. Der Chief Product Officer des Videodienstes bestimmt mit Algorithmen nicht nur, welche Serien den Kunden vorgeschlagen werden - sondern auch, wie viel Geld Netflix für eine neue Serie ausgibt. Darin liege, so Hunt, der größte Vorteil von Video on Demand (VoD) gegenüber dem linearen Fernsehen: "Ich arbeite mit präzisen Informationen, die es früher nicht gab." Die traditionellen Sender dagegen wüssten nicht einmal, wie viele Menschen gerade zusehen, sondern erfahren das erst im Nachhinein: "Eine vage, plumpe Information."

Bei Netflix kommt das nachträgliche Sehverhalten dann zum Einsatz, wenn das Kreativ-Team eine neue Serie evaluiert. Aus Daten zum Zuschauerverhalten in der Vergangenheit werde die mögliche Zahl von Zusehern für einen vergleichbaren Stoff hochgerechnet. Hunt: "Das Kreativ-Team sagt dann, wie viel Geld ihnen das wert ist." Man nutze die aber Daten nicht, um die Handlung zu schreiben. Wenn aber "vier Schauspieler für eine Nebenrolle infrage kommen, können wir schauen, wer beim Publikum besonders gut ankommt", erklärt Hunt bei Profil.at.

Derzeit gebe Netflix drei bis vier Milliarden Dollar pro Jahr für Filme und Serien aus. 


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W&V Redaktion
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