Wie Radio PSR bei Jung von Matt den "Head of Sonstwas" suchte...

Mit dem "Sinnlos Telefon" hat Steffen Lukas von Radio PSR schon viele Streiche gespielt. "Berühmt-berüchtigt" wurde aber Carola Wendt, die sich vor zwölf Jahren als damalige Personalchefin bei Jung von Matt von der Frage nach dem "Junk and Trash-Cutter“ nicht aus der Ruhe bringen ließ..

Text: Petra Schwegler

Als Steffen Lukas vom Leipziger Privatsender Radio PSR Anfang der Woche bei Carola Wendt sein Aufnahmegerät auspackt, wird sie skeptisch - und fragt, ob sie vom Mann hinter den "Sinnlos-Telefon"-Streichen gleich wieder in eine Falle gelockt wird. Kein Wunder: In ihrer Zeit als Personalchefin von Jung von Matt hat sie Lukas "berühmt-berüchtigt" gemacht – mit dem Telefonat "Head of Sonstwas“ und seiner legendären Suche nach dem "Junk and Trash-Cutter“ in der Personalabteilung der Werbeagentur.

In dem Telefonat aus dem Jahr 2000 macht sich Steffen über zahlreiche hochtrabende Titel und Anglizismen lustig, die besonders in der Werbung üblich sind. Nur so viel: Lukas‘ Suche nach dem "Junk and Trash-Cutter“ in der Personalabteilung bei Jung von Matt bleibt erfolglos, und Carola Wendt lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Hier das Original zum Reinhören, das ebenso wie sein wütender Anruf im Media Markt ein echter Viralhit geworden ist:

Doch der Radio-PSR-Moderator hat Carola Wendt dieses Mal mit reinem Gewissen besucht. Nach 20 Jahren beim Sender, 17 CDs und über 800 Sinnlos-Telefonaten stellt er aktuell eine "Sinnlos Telefon-Jubiläums CD“ zusammen, die am 2. Juli auf den Markt kommt. Dafür besucht er seine zehn lustigsten Telefon-Partner und will hören, wie es ihnen nach dem Streich ergangenen ist. Dazu gehört eben auch Carola Wendt und das berühmte Telefonat "Head of Sonstwas".

Folgenden Auszug vom Gespräch zwischen Moderator Steffen Lukas und Carola Wendt hat Radio PSR jetzt W&V Online übermittelt:

Carola Wendt: Ich war zu der Zeit damals in der Personalabteilung bei Jung von Matt und bekam immer alle schrägen Anrufe durchgestellt, mit denen keiner was anfangen konnte. Und da hab ich öfter merkwürdige Anrufe bekommen. Deshalb war ich auch erst Mal ganz ruhig als Sie anriefen. Das war ja ungefähr im Jahr 2000 und ich war von Anfang an in der Agentur. Kurz darauf habe ich mich selbstständig gemacht.

Steffen Lukas: Wie erging es Ihnen denn nach dem Telefonat?

Carola Wendt: In der Branche wurde ich sehr oft darauf angesprochen. Inzwischen geht’s aber. Man kennt es eben. Aber ich merke schon wenn es mal wieder im Radio lief. Über Facebook bekomme ich da immer noch Nachrichten von Menschen, die mir völlig unbekannt sind und fragen ob ich DIE Carola Wendt bin und wenn ja dann würde ich ihren Tag gerettet haben, weil sie es so lustig fanden.

Steffen Lukas: Was dachte Sie denn als ich damals angerufen hatte?

Carola Wendt: Dass ich einen Psychopathen am Telefon hab. Einer der vielleicht mal abgelehnt wurde von uns oder so. Deshalb hab ich es einfach über mich ergehen lassen und bin ruhig geblieben.

Steffen Lukas: Wie muss ich mir Ihren Job denn heute vorstellen?

Carola Wendt: Kurze Zeit nach dem Telefonat mit Ihnen ging auch meine Zeit bei Jung von Matt zu Ende. Heute suche ich als Headhunter für Agenturen passendes Personal. Ich hab hier eine Liste mit Firmen, die gerade Personal suchen und denen vermittele ich Personal. Durch meine langjährige Erfahrung habe ich da recht viele Kontakte. Auf Deutsch bin ich im Prinzip einfach Personalberater.

Zur Info: Carola Wendt ist selbst auch Fan des "Sinnlos Telefons“. Besonders das "Ikea Telefonat“, in dem Lukas mit den lustigen Namen der Ikea-Möbel jongliert, gefiel ihr gut.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.