Ein anderes Aber hat mit der Positionierung zu tun. Die Alliierten um RTL präsentieren ihr System als transparentere Datenschutz-Alternative gegenüber den amerikanischen Datenkraken. Sie wollen Nutzer umfassend informieren und ihnen die volle Kontrolle über ihre Daten geben. Aber wird das funktionieren? Der Erfolg von Google, Facebook und Amazon spricht eigentlich dagegen. Denn Menschen handeln nicht logisch sondern psychologisch. Sie sind sich völlig im Klaren darüber, dass sie sich und ihre Daten den US-Konzernen ausliefern. Aber sie ziehen daraus keine Konsequenzen.

63 Prozent der Deutschen nutzen laut einer Statista-Befragung gerne Google-Produkte. Aber nur neun Prozent glauben, dass Google dabei ihre Privatsphäre respektiert. Bequemlichkeit ist den meisten Konsumenten wichtiger als Datenschutz. Und es ist nun mal sehr bequem, bei Amazon zu bestellen oder sich mit seinem Facebook-Profil bei anderen Webseiten anzumelden, um sich nicht Dutzende Passwörter merken zu müssen. Stets sein Profil – und sei es auch nur ein einziges – in Sachen Datenschutz und Werbefreigaben auf dem Laufenden zu halten, mag äußerst sinnvoll sein. Es ist aber eher nicht bequem.

Eine ausführliche Analyse und weitere Hintergründe zur Log-in-Allianz lesen Sie in der akutellen Ausgabe von W&V. Mehr zum Thema Big Data in unserem großen Dossier.


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.


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