Doch zumindest die European Championships liefen für das ZDF ohne Probleme ab: Die Sportler waren begeistert, die TV-Macher
glücklich über die Einschaltquoten von bis zu fünf Millionen. Die ECS haben auch am Sonntag noch mal Millionen Sportfans in den Bann gezogen. Am Wochenende dominierten die Leichtathletik-Übertragungen aus der deutschen Hauptstadt. 4,70 und 4,45 Millionen Zuschauer schauten am Freitag und Samstag zu. "Die Zuschauerzahlen liegen weit über unseren Erwartungen", so ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. Er sei "freudig überrascht". Zufrieden äußerte sich auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Ehrlich gesagt hatte ich die Hoffnung, dass wir bei 13 bis 15 Prozent Marktanteil landen. Dass dies noch überschritten worden ist, ist fantastisch."  

Die Idee hinter den ECS: Nicht jede Europameisterschaft erreicht ein großes Publikum. Um die sieben beteiligten Sportarten Leichtathletik, Golf, Radsport, Rudern, Schwimmen, Triathlon und Turnen stärker in den Fokus des Zuschauerinteresses zu rücken, hat die European Broadcasting Union (EBU) dieses Großereignis geschaffen – mit starker Unterstützung durch ARD, ZDF und dem britischen Sender BBC. Austragungsorte waren bei dieser Premiere Berlin und Glasgow. Die European Championships sind laut den Organisatoren nach den Olympischen und Paralympischen Sommer- und Winterspielen das größte Multisport-Event mit europäischer Beteiligung.


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Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.