ZenithOptimedia: Weltweite Werbespendings weiter im Steigflug

Die globalen Werbeinvestitionen steigen weiter, ungeachtet der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Zu diesem Ergebnis kommt ZenithOptimedia.

Text: Florian Allgayer

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Die globalen Werbeinvestitionen steigen weiter, ungeachtet der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Zu diesem Ergebnis kommt ZenithOptimedia in der Studie „Advertising Expenditure Forecast“. Die Analysten prognostizieren für das laufende Jahr einen Anstieg der Werbespendings um 4,8 Prozent, für 2013 sogar um 5,3 Prozent.

Neben den Vier-Jahres-Events (Olympische Sommerspiele, Fußball-EM und US-Präsidentschaftswahl) und der Erholung des japanischen Werbemarktes beflügeln insbesondere höhere Investitionen multinationaler Großunternehmen den Werbemarkt, heißt es bei ZenithOptimedia: „Während die Staaten mancherorts immer tiefer in die Schuldenfalle gerieten, haben die Großunternehmen aus der Finanzkrise von 2008 gelernt und Cash-Reserven angelegt, so dass die Konzerne jetzt gestärkt in den Wettbewerb um höhere Marktanteile ziehen.“

Nachdem internationale Konsumgüterhersteller wie Coca-Cola, PepsiCo und Unilever erst kürzlich angekündigt haben, ihre Werbeausgaben zu steigern und mehr in ihre Marken und Produkt-Launches zu investieren, werden nationale Anbieter diesem Beispiel folgen, erwarten die Forscher. Besonders stark wachsen die Werbemärkte nach Einschätzung von ZenithOptimedia in Lateinamerika (9,2 Prozent) und der Asien-Pazifik-Region (7,4 Prozent). Für Europa wurden die Wachstumsprognosen aufgrund der Schuldenkrise nach unten korrigiert, für West-Europa von 2,0 auf 1,5 Prozent und für Zentral- und Osteuropa von 8,0 auf 6,5 Prozent.

Für den deutschen Werbemarkt geht Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia, von einer stabilen Entwicklung mit einem Wachstum von 2,1 Prozent aus. Die zusätzlichen Erlöse würden hauptsächlich im Zusammenhang mit den großen Sportereignissen erzielt, die internationale und nationale Markenartikler in ihrem Kampf um die Erhöhung ihrer Marktanteile nutzten werden, so Lortz. Neben TV profitieren seiner Ansicht nach die digitalen Medien am stärksten.


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