Künstliche Intelligenz:
Deutsche sind weniger AI-skeptisch als gedacht

Eine Studie zu KI in deutschen Unternehmen von der IU Internationale Hochschule zeigt: Das Thema ist in den Führungsriegen angekommen. In der Umsetzung besteht aber noch deutlich Luft nach oben.

Text: Julia Gundelach

Wer hat Angst vor KI? Drei Viertel der Mitarbeiter nicht.
Wer hat Angst vor KI? Drei Viertel der Mitarbeiter nicht.

Die Deutschen haben Angst vor KI? Im Gegenteil, viele Führungskräfte und Mitarbeiter sehen das Thema als Chance - und zwar mehr als bisher angenommen. Wie eine Studie der IU Internationale Hochschule (vormals IUBH), die auch Partner der diesjährigen Screenforce Academy ist, zeigt, haben drei Viertel der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen keine Angst, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz in Unternehmen ihren Arbeitsplatz gefährden könnte. Die meisten Bedenkenträger kommen dabei noch aus der Personalentwicklung, der HR-Abteilung, Sales oder der Logistik. Sie haben am meisten Sorge, dass durch den Einsatz von KI-Anwendungen Arbeitsplätze wegfallen könnten. Wie die "Artificial Intelligence (AI) Trendstudie 2021" zeigt, erhoffen sich Mitarbeiter vom Einsatz künstlicher Intelligenz vor allem mehr Effizienz, Entlastung und schnelleres Arbeiten.

Es fehlt an Kompetenzen

Die Relevanz in deutschen Unternehmen ist hoch: 43 Prozent der Befragten geben an, dass sie den Einsatz von AI zum aktuellen Zeitpunkt für wichtig halten. Diese Zahl steigt auf über 60 Prozent, wenn es um die zukünftige Relevanz geht. Mehr als 70 Prozent der Befragten in Führungspositionen geben an, dass sich ihr Unternehmen bereits konkret mit AI auseinandersetze. Andererseits sagten aber nur 17,9 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen über alle Kompetenzen verfügt, um künstliche Intelligenz erfolgreich einzusetzen. Und nur etwa die Hälfte der Führungskräfte ist gewillt, ihre Mitarbeiter im Umgang mit künstlicher Intelligenz weiterzubilden. Mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter geben an, nicht über das nötige Wissen zu verfügen. Trotzdem ist weniger als ein Drittel bereit, sich die nötigen Skills anzueignen. Jeder Fünfte meint, dass Weiterbildungsangebote zum Thema AI fehlen.

Grundsätzlich hängt der Umgang mit künstlicher Intelligenz mit der Unternehmensgröße zusammen. Je größer ein Unternehmen ist, umso wahrscheinlicher verfügt es über die notwendigen Ressourcen und Skills bei den Mitarbeitern, um mit KI-Anwendungen umzugehen. Auch die Bereitschaft, in die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren, steigt mit der Unternehmensgröße.

Die Studie kann man hier herunterladen.

KI ist ein Thema in den deutschen Führungsriegen.

KI ist ein Thema in den deutschen Führungsriegen.

Auch auf der Screenforce Academy, dem Live-Event der Gattungsinitiative Screenforce in Partnerschaft mit W&V und ausgewählten Hochschulen, gibt es spannende Insights in das Thema Künstliche Intelligenz: Robert Beckert von der Ad Alliance zeigt an Tag 3 der Academy, wie KI Einzug in die Medien- und Werbebranche hält - und wie man es damit schafft, den Verbraucher:innen dynamisch angepasste Werbebotschaften im richtigen Moment auszuspielen. Hier geht es zur Anmeldung für die kostenlose dreitägige Veranstaltung.



Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.


Alle Specials